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Fußball: 1. FC Viersen tritt als Titelverteidiger an

Fußball : 1. FC Viersen tritt als Titelverteidiger an

Vom Turniersieg wollen die Viersener nicht sprechen, sie konzentrieren sich auf die Vorrunde. Spielzeit wird ab dem Viertelfinale verkürzt.

Viersen Das 27. Volksbank-Hallenmasters, das morgen und Sonntag in der Dülkener Sporthalle am Ransberg stattfindet, erlebt eine Premiere. Erstmals in der Geschichte des Turniers wird parallel zu einem Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gekickt. Zum gleichen Zeitpunkt, wenn das erste Vorrundenspiel stattfindet, wird die Bundesliga-Partie gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr) angepfiffen. "Das hat es wirklich noch nie gegeben", sagte Dülkens Vorsitzender Bernd Caspers. "Bislang hatte die Borussia während des Masters immer nur Auswärtsspiele."

Doch das Spiel der Borussen-Profis wird dem Turnier in Dülken bis auf den einen oder anderen Dauerkarteninhaber nicht unbedingt viele Zuschauer kosten, zumal auch das Masters eine enorme Fangemeinde hat. Als Titelverteidiger geht Landesligist 1. FC Viersen ins Rennen. Vor Jahresfrist gewannen die Viersener, damals noch unter der Regie von Willi Kehrberg, das Finale gegen Odenkirchen mit 3:2 und bauten damit ihre Masters-Rekordserie auf sechs Erfolge aus. Von einer Titelverteidigung will Daniel Saleh, der den FC seit September trainiert, aber nicht sprechen. "Erst einmal müssen wir unsere schwere Gruppe überstehen", sagt Saleh, der mit dem FC Gruppe B auf die Teams von TDFV Viersen und ASV Süchteln sowie TuRa Brüggen trifft. "Ist ja wirklich ein wenig kurios, dass wir nur eine Woche nach den Stadtmeisterschaften gleich auf den Finalisten und den Halbfinalisten der Titelkämpfe treffen." Als Außenseiter geht der Bezirksligist TuRa Brüggen in diese Gruppe. "Klar, würden wir gerne am zweiten Turniertag dabei sein", gesteht Brüggens Trainer Markus Steffens. "Aber unsere Gruppe ist schon recht happig."

Zu den Topfavoriten um den Masters-Titel zählt zweifelsfrei der Landesliga-Zweite Union Nettetal, der vor zwei Wochen erwartungsgemäß den Stadttitel holte und das Masters bisher schon dreimal gewann. "Wir legen unseren Fokus auf die Rückrunde", sagt Union-Trainer Andreas Schwan, der mit seiner Mannschaft in Gruppe A antritt. "Die Halle ist eine nette Abwechslung. Und wir würden gerne ins Viertelfinale kommen." Die Nettetaler bekommen es in ihrer Gruppe mit Union Schafhausen zu tun. Der Landesligist vertritt als Sieger des Schwanenberger Bundeszaubers den Mittelrhein, der seit dem vergangenen Jahr beim Masters mit einem Team dabei ist. Hinzu kommen in dieser Gruppe der A-Ligist Borussia Oedt und das Bezirksliga-Schlusslicht TSV Kaldenkirchen. "Wir wollen allen voran die beiden Landesligisten das Leben so schwer wie möglich machen", erklärt TSV-Trainer André Küppers. In der Gruppe C darf man vor allem gespannt auf die TSF Bracht und Türkiyemspor Mönchengladbach sein, die bei den Titelkämpfen in Schwalmtal und Mönchengladbach für Furore sorgten. In der gleichen Gruppe spielen noch der A-Ligist TSV Bockum und der B-Ligist Niersia Neersen.

Auf zwei schwere Brocken treffen die beiden A-Ligisten Dülkener FC und VfB Korschenbroich ihn ihrer Gruppe mit den beiden Landesligisten SpVg. Odenkirchen, der das Masters schon dreimal gewann, und dem 1. FC Mönchengladbach. "Wir müssen uns erst einmal um mindestens 100 Prozent gegenüber unserem schwachen Abschneiden bei den Viersener Stadtmeisterschaften steigern, um überhaupt an die nächste Runde denken zu dürfen", so Dülkens Trainer Klaus Ernst.

Fehlen werden beim Masters die VSF Amern und der Linner SV, die sich eigentlich qualifiziert hatten, dann aber ihre Teilnahme absagten. Ihnen passte der Termin wegen des vorgezogenen Endes der Winterpause (4. Februar) nicht in die knappe Vorbereitungszeit. Auf diese Problematik reagierte Veranstalter Dülkener FC. Er teilte gestern mit, dass die Spielzeit ab dem Viertelfinale von 2x15 Minuten auf 2x12 Minuten reduziert wird. "Wir möchten die Kräfte der Spieler schonen, die bereits in intensiven Vorbereitungen auf die Rückrunde stecken", meinte Andreas Debock, 2. Vorsitzender des DFC.

(man)