Frost am Niederrhein Feuerwehr warnt vor Betreten von Eisflächen

Rheinberg/Xanten · Auf dem Wasser kann sich dieser Tage Eis bilden. Die Feuerwehren in Xanten und Rheinberg warnen aber eindringlich. „Die Eisflächen keinesfalls betreten.“

Die Feuerwehr Rheinberg bei einer Übung „Rettung vom Eis“ (Archiv).

Die Feuerwehr Rheinberg bei einer Übung „Rettung vom Eis“ (Archiv).

Foto: Rainer Kaußen/Kaußen, Rainer

Die Temperaturen sind deutlich in den Minusbereich gerutscht, vor allem nachts wird es bis minus sechs Grad kalt. „Das bedeutet auch, dass die Wasserflächen anfangen zu gefrieren“, schreibt die Freiwillige Feuerwehr Rheinberg, und auch ihre Kameraden in Xanten berichten: „Der strenge Frost der vergangenen Tage hat dafür gesorgt, dass sich bereits dünne Eisflächen auf den Gewässern und Wasserflächen in und rund um Xanten gebildet haben.“

Aber die Einsatzkräfte warnen: „Da diese Eisflächen auf den Gewässern noch sehr dünn sind und keine Belastungen aushalten, weisen wir darauf hin, die Eisflächen keinesfalls zu betreten.“ Gerade Kinder würden diese Gefahr nicht erkennen und liefen Gefahr, in das eiskalte Wasser einzubrechen. „Was verheerende Folgen haben kann.“ Die Feuerwehren appellieren deshalb an die Menschen: „Eisflächen, die nicht freigegeben sind, sollten unter keinen Umständen betreten werden.“

Die Feuerwehren geben noch einige Tipps: „Warnschilder sollten ernst genommen werden. Diese stehen nicht grundlos dort“, schreibt die Feuerwehr Xanten. Insbesondere Kinder sollten für die Gefahren von Eisflächen sensibilisiert werden.“ Sie sollten eine Eisfläche auch nicht unbeaufsichtigt betreten.

Bevor eine Eisfläche betreten werde, solle die Tragfähigkeit abgeschätzt werden, erklärt die Feuerwehr Rheinberg. „Die Stärke der Eisschicht solle mindestens 15 Zentimeter betragen.“ Die Einsatzkräfte mahnen gerade in der Nähe von Brückenpfeilern, Schilf und ähnlichen Objekten, die das Eis durchbrechen, zur Vorsicht.

Die Feuerwehren weisen außerdem darauf hin, dass Tauwetter die Tragfähigkeit einer Eisfläche schnell beeinträchtigen könne. Die Eisflächen fließender Gewässer sollen gar betreten werden. Wasserflecken und Verfärbungen könnten ein Hinweis auf brüchige Stellen sein.

Sollte doch jemand einbrechen, empfehlen die Feuerwehren, sofort die Nummer 112 zu wählen. Der eingebrochenen Person solle man sich nur liegend nähern, mit einer möglichst großen Auflagefläche. „Am besten eine Leiter oder ein Brett benutzen, wenn so etwas zur Hand ist.“ Der eingebrochenen Personen könnten Rettungsgeräte oder auch andere Gegenstände gereicht werden, zum Beispiel Kleidungsstücke, Stangen oder ein Abschleppseil. Die Feuerwehren warnen aber, dass an der Einbruchstelle das Eis sehr brüchig sei. „Also sehr vorsichtig sein.“