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Frost 2022 in NRW: Aktuelle News und Infos zu glatten Straßen im Winter

Frost 2022 in NRW: Aktuelle News und Infos zu glatten Straßen im Winter (Foto: ZB/Matthias Bein)

Frost

  • Ableitung von „frieren“
  • Definition: Auftreten von Temperaturen unter null Grad
  • Luftfrost: Temperatur zwei Meter über dem Boden unter null Grad
  • Bodenfrost: Temperatur rund fünf Zentimeter über dem Boden mit negativem Wert

Mit dem Begriff „Frost“ werden Temperaturen bezeichnet, die unter dem Gefrierpunkt (0 Grad Celsius) liegen.

Unterschieden wird zwischen dem Wetter-Ereignis „Frosttage“ (Temperaturen unter 0 Grad Celsius) und „Eistage“ (Temperaturen steigen nicht über 0 Grad Celsius). Die übrigen Frosttage nennt man „Frostwechseltage“.

So fahren Sie sicher bei Frost

20 Tipps, wie Sie Ihre Pflanzen gegen Frost schützen

 Wann gibt es das erste Mal Frost? 

Einen genauen Zeitpunkt für den ersten Frost im Herbst gibt es nicht. Denn wann es zu ersten Frosteinbrüchen kommt, hängt nicht nur von der generellen Wetterlage, sondern auch vom lokalen Klima sowie regionalen geografischen und geologischen Fakten ab. So ist es durchaus möglich, dass die Alpentäler in der Schweiz aufgrund des milden Bodenseeklimas noch frostfrei sind, während wenige Kilometer entfernt der Winterdienst bereits ausrücken muss, nennt die Website frostwaechter.org ein Beispiel. Dort findet sich auch eine generelle Faustregel: In den mittleren und höheren Lagen in Deutschland und den Anrainer-Staaten können schon ab Mitte September erste frostige Tage auftreten. An den Küsten und im Flachland dagegen breitet sich die Kälte meist erst nach dem 1. Oktober aus.  

Ebenso kann kein genauer Zeitpunkt für den letzten Frost im Frühjahr genannt werden. Während sich die Skifahrer in den Alpenregionen bis in den April über Spätfrost und Schnee freuen können, sinkt das Thermometer im Flachland ab Ende März in aller Regel nicht mehr unter null Grad. 

 Für Landwirte und auch die Baubranche ist es jedoch sehr wichtig, rechtzeitig zu wissen, ob in den nächsten Tagen ein Frosteinbruch bevorsteht. Deshalb sprechen die Wetterdienste regelmäßig eine Frostwarnung aus, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Tiefsttemperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Die Landwirte können in diesem Fall zum Beispiel die bereits bestehenden Knospen an Obstbäumen durch eine Frostschutzberegnung schützen. Im Baugewerbe heißt es bei Frostwarnung: Alle planmäßigen Arbeiten mit frischem Beton müssen verschoben werden.   

Welche Temperatur ist Frost?  

Sobald das Thermometer unter null Grad Celsius sinkt – gemessen zwei Meter über dem Boden – spricht man von Frost. Wird die Temperatur in Bodennähe gemessen und liegt unter dem Gefrierpunkt spricht man von Bodenfrost.  

Wie fährt man sicher bei Frost? 

Werden Minustemperaturen angesagt, sollten auch Auto- und Radfahrer aufhorchen. Denn der Frost hat für sie gleich mehrere unangenehme Begleiterscheinungen – vor allem wenn er in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Regen auftritt. Das Wasser gefriert nämlich an kalten Oberflächen und sorgt für Raureif, Reifglätte oder gefrierende Nässe und damit für vereiste Scheiben, zugefrorene Türen und glatte Straßen. Um trotzdem sicher ans Ziel zu kommen, hat der ADAC ein paar Tipps für Autofahrer zusammengestellt:  

  1. Im Oktober die Sommer- gegen Winterreifen austauschen oder auf Ganzjahresreifen umsteigen. Der Bremsweg auf Glatteis ist mit diesen Reifen deutlich kürzer als mit Sommerreifen.
  2. Nicht vergessen: Frostschutzmittel in das Scheibenwasser mischen, um das Einfrieren der Düsen und Wasserleitung zu verhindern und jederzeit für klare Sicht sorgen zu können.
  3. Immer einen Eiskratzer im Auto parat haben und daran denken: Alle Scheiben müssen komplett freigekratzt werden. Ein kleines Guckloch reicht nicht. Wer damit erwischt wird, muss ein Bußgeld von zehn Euro zahlen.
  4. Abstand halten – kennen wir ja schon von Corona, gilt aber auch im winterlichen Straßenverkehr. Denn trotz Winterreifen verlängert sich der Bremsweg auf glatten Straßen deutlich im Vergleich zu einer trockenen Fahrbahn.
  5. Bei Glätte im zweiten Gang anfahren und niedertourig, in einem hohen Gang weiterfahren. Die Reifen bauen dabei einen besseren Grip auf.
  6. Vorsichtig Bremsen, damit der Wagen nicht ins Rutschen kommt. Passiert das trotzdem: Kupplung treten und schnell aber gefühlvoll gegenlenken. 

 Auch die Fahrradfahrer sollten sich auf den Frost vorbereiten. Um auf glatter Fahrbahn nicht wegzurutschen, heißt es, die Zweiräder mit breiten Reifen auszurüsten. Weiter gilt es zu verhindern, dass die Schalt- oder Bremszüge einfrieren. Dazu können sie mit einem Teflon-Öl behandelt werden. Wer mit einem Pedelec unterwegs ist sollte bedenken: Schon bei Temperaturen unter zehn Grad weisen die Akkus deutliche Leistungsverluste auf. Deshalb den Akku möglichst in einem beheizten Raum lagern und erst kurz vor Fahrtantritt einsetzen.  

Wie kann man Pflanzen gegen Frost schützen? 

Damit frostempfindliche Pflanzen im Winter keine Frostschäden erleiden, müssen Garten und Balkon noch vor dem ersten Frost winterfest gemacht werden. Um Pflanzen in Beeten zu schützen, kann der Boden um sie herum mit einer dicken Schicht aus Laub, Stroh oder Mulch abgedeckt werden. Dadurch wird Wärme und Feuchtigkeit im Boden bewahrt.  

In Kübeln und Blumentöpfen sind selbst frostharte Pflanzen deutlich empfindlicher und können Schaden nehmen - vor allem, wenn sie in kleinen Töpfen stecken. Denn bei Dauerfrost friert der Wurzelbereich komplett durch. Um das zu verhindern, können die Töpfe in einen „Mantel“ aus Zeitungspapier und Sackleinen gepackt werden.  

Bei immergrünen Gehölzen, Rosen und wärmeliebenden Pflanzen reicht das nicht aus. Sie müssen zusätzlich mit Jute, Kokosmatten oder einem Frostschutzvlies verpackt werden. Zierpflanzen oder Pflanzen mit einem Winterhärtegrad von sechs oder mehr schützt nur ein Winterquartier sicher vor Frostschäden. Aber Vorsicht: Ist das Quartier zu warm, nehmen die Pflanzen ebenfalls Schaden. 

Was ist schwarzer Frost? 

Die Begriffe „schwarzer und weißer Frost“ stammen aus der Seefahrt. Von schwarzem Frost spricht man, wenn das Wasser aus Nebel oder Nieselregen (Süßwasser) an der unterkühlten Oberfläche eines Schiffes zu hartem, festsitzenden Eis gefriert. Weißer Frost sieht genauso aus, entsteht aber aus der Gischt und damit aus Salzwasser, das bei einem Sturm auf Takelage, Rehling und Co. fällt. Doch egal ob schwarzer oder weißer Frost, beides kann sehr gefährlich werden. Denn das Gewicht des Eises kann den Schwerpunkt eines Schiffes so verändern, dass es kentert, erklärt das Lexikon der Geowissenschaften. 

Alle aktuellen Nachrichten und weitere Infos zum Thema Frost finden Sie hier.

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