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Xanten: Stadt warnt vor dem Betreten von Eisflächen

Lebensgefahr in Xanten : Warnung vor dem Betreten von Eisflächen

Seit Tagen liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, auf Wasserflächen in Xanten hat sich Eis gebildet. Aber es ist noch zu dünn, um Menschen zu tragen, und nach einem Einbruch ins Eis bestehe Lebensgefahr, warnt die Stadtverwaltung.

Nach den Minus-Temperaturen der vergangenen Tage hat sich auf größeren Gewässern wie der Südsee in Xanten eine Eisschicht gebildet. Die Stadt warnt aber davor, die zugefrorenen Flächen zu betreten. „Damit Eisflächen viele Menschen verlässlich tragen können, ist eine Eisschicht von mindestens 18 Zentimeter notwendig“, erklärte die Stadtverwaltung am Freitag in einer Mitteilung. Die Minus-Grade der vergangenen Tage hätten jedoch lediglich dazu geführt, dass sich eine nur wenige Zentimeter dicke Eisschicht gebildet habe. „Aufgrund der erst kurz anhaltenden Frostperiode und dem vorausgegangenen milden Winter ist eine tragfähige Eisschicht auch in den nächsten Tagen nicht zu erwarten.“ Insbesondere solle auf Kinder geachtet werden, die das Risiko noch nicht einschätzen könnten. Nach einem Einbruch ins Eis bestehe Lebensgefahr durch Unterkühlung, Erfrieren und Ertrinken.

Xantens Wasserflächen sind auch im Winter ein beliebtes Ausflugsziel, insbesondere der Altrhein. Dort im Naturschutzgebiet sei das Befahren von Eisflächen auch aus artenschutzrechtlicher Sicht bedenklich oder verboten und sollte aus Rücksicht auf brütende und rastende Vögel sowie weitere wildlebende Tiere unterbleiben, erklärte die Stadt. Sie wies außerdem darauf hin, dass wegen der Corona-Pandemie nach wie vor strenge Kontaktbeschränkungen bestehen, die auch für Aktivitäten im Schnee gelten. Derzeit seien nur Treffen mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes und einer weiteren Person zulässig.