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Gefahr von oben: Feuerwehr Sonsbeck warnt vor Dachlawinen und Eiszapfen

Dachlawinen und Eiszapfen : Sonsbecker Feuerwehr warnt vor der Gefahr von oben

Eiszapfen und Dachlawinen können große Schäden anrichten. Das Tauwetter erhöht das Risiko von Abgängen. Am Sonntag musste die Freiwillige Feuerwehr Sonsbeck an der Herrenstraße eingreifen.

Es taut am Niederrhein, die Schneemassen, die in den vergangenen Tagen auch das Stadtbild in Alpen, Xanten, Sonsbeck und Rheinberg bestimmten, schmelzen zusehends dahin. Doch der Rückzug des Winters birgt einige Risiken, wie Lars Rübekeil von der Freiwilligen Feuerwehr in Sonsbeck erklärt. Vorsicht sei vor Dachlawinen und herunterfallenden Eiszapfen ebenso wie vor dünnen Eisschichten geboten.

So mussten am Sonntag die Sonsbecker Wehrleute ausrücken, weil an einem Haus an der Herrenstraße Eiszapfen vom Dach herunterzustürzen drohten. Von einer Leiter aus schlugen die Kameraden die bis zu 40 Zentimeter langen Zapfen ab, während der Gehweg für Passanten gesperrt war. „Grundsätzlich müssen die Hauseigentümer selbst darauf achten, dass von ihrer Immobilie keine Gefahr ausgeht“, sagt Rübekeil. Eiszapfen und Schneebretter müssen also selbst beseitigt werden. Wer an die Gefahrenstellen nicht heranreiche, müsse Fachleute etwa von Dachdeckerfirmen hinzuziehen. „Besteht eine Gefahr für die Öffentlichkeit, weil beispielsweise Zapfen schon sehr groß oder locker sind und zur Straßenseite hin zeigen, kommen letztlich wir zum Einsatz“, so Rübekeil. Der Feuerwehrmann rät dennoch dazu, beim Spaziergang immer mal den Blick nach oben zu richten.

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Dass die Gefahr durch Dachlawinen und Eiszapfen nicht zu unterschätzen sei, verdeutlicht Rübekeil mit dem Erlebnis eines Feuerwehrkollegen. „Er parkte gerade mit seinem Auto am Straßenrand ein, als sich ein Schneebrett löste und die Karosserie eindellte.“ Je nach Größe könne eine Dachlawine enorme Wucht entfalten und zu Schäden und Verletzungen führen.

Neben der Gefahr von oben warnt die Feuerwehr auch vor dem Betreten von Eisflächen. In Alpen ist am Sonntag ein Hund auf dem zum Teil zugefrorenen Freizeitsee ins Eis eingebrochen. Die Löschgruppe Menzelen rückte mit einem Rettungsboot an. Doch unmittelbar nach Eintreffen der Helfer konnte sich das Tier selbstständig aus seiner misslichen Lage befreien. Die Alpener Feuerwehr mahnt anlässlich des Falls jedoch, in Not geratene Tiere niemals selbst von Eisflächen zu holen. „Sie können sich damit selbst in Lebensgefahr bringen“, heißt es in dem Appell. Auch Rübekeil rät bei Rettungsversuchen zur äußerster Vorsicht. „Lieber sofort die Feuerwehr anrufen. Es bringt nichts, wenn wir statt einer dann zwei Personen aus dem Eis retten müssen.“