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Schwimm-Abteilung des TV Grevenbroich in Corona-Pause sehr aktiv

Schwimmen : TK Grevenbroich nutzt die Corona-Pause

Beim TK Grevenbroich haben sich die Schwimmer neu formiert. Bei Wettkämpfen soll künftig mehr Präsenz gezeigt werden. Durch mehr Helfer, wird die Arbeit auf viele Schultern verteilt.

Um die Schwimm-Abteilung des TK Grevenbroich Orken ist es still geworden. Eine Stille, die den Verantwortlichen überhaupt nicht gefällt und die sie ausgerechnet in der auch für alle Sportvereine so schwierigen Corona-Zeit durchbrechen möchten. „Wir nutzen Corona gerade, um uns im Bereich des Leistungsschwimmens neu aufzustellen““, sagt Cheftrainer Jürgen Helpenstein.

Ein vielversprechender Anfang ist in der neu formierten Abteilung schon gemacht. Während viele andere Vereine befürchten, dass ihnen während der Pandemie Mitglieder von der Stange gehen könnten, hat der TK zugelegt. Mittlerweile sind wieder über 40 Kinder aktiv. Vor dem neuerlichen Lockdown, bei dem auch die Bäder wieder geschlossen wurden, kam es zu einer Ausschöpfung der Trainingskapazitäten im Grevenbroicher Schlossbad und im Schwimmbad Jüchen. „Wir sind sehr optimistisch, langfristig hier auch Kinder auszubilden, die mindestens auf Bezirksebene Erfolge erzielen können“, sagt Martin Meyer, der sich als Vater dreier beim TK schwimmender Mädchen organisatorisch und als Pressewart in die Abteilungsarbeit einbringt. 

Meyer ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Grevenbroicher erkannt haben, dass es genug Menschen braucht, um die bei ihrem Zukunftskonzept reichlich anfallende Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Auf allen Kanälen wird nach Übungsleitern und Eltern gesucht, die sich einbringen wollen, um nach Corona weiter durchstarten zu können. Schon dabei ist auch Sven Rossa, der sich darum kümmert, Förderer und Sponsoren zu suchen. „Uns ist bewusst, dass eine funktionierende Leistungsabteilung auch Kosten produzieren wird“, erklärt Rossa, der schon erste Unterstützer für die Ziele der Abteilung gefunden hat. Zusätzliche sportliche Expertise für den Verein konnte in Gestalt von Wilfried Reimann gewonnen werden. Als ehemaliger Trainingspartner des aus Neuss stammenden, ehemaligen Weltklasse-Schwimmers Thomas Rupprath bringt er einiges an Wissen mit, das er an den Nachwuchs weitergeben möchte. Anfang nächsten Jahres macht er einen Trainerschein. „Ich habe als aktiver Schwimmer so viele schöne Erfahrungen in diesem Verein machen dürfen. Davon würde ich jetzt gerne etwas zurückgeben“, betont Reimann.

Weil klar ist, dass das Leistungsschwimmen einen Unterbau braucht, wird die Schwimmabteilung des TK Grevenbroich auf zwei weiteren Säulen aufgebaut sein. Neben der Nichtschwimmerausbildung im Kurssystem wird es auch noch eine Breitensportabteilung zum Ablegen der Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold geben. Großer Wert wird auch auf die Einrichtung einer Kampfrichtergruppe gelegt, weil ansonsten laut Statuten des Deutschen Schwimmverbandes keine Schwimmer gemeldet werden können. Bei einem Elternabend Anfang Oktober konnten in Rebecca Ende, Andrea Sagemüller, Andrea Braun, Stefanie Nolden und Brigitte Meisen schon fünf Mütter gewonnen werden, die eine entsprechende Ausbildung Anfang 2021 machen werden.

Froh sind sie auch beim TK, dass zum Beispiel in Christina Faßbender eine ehemalige Leistungsschwimmerin dafür gewonnen werden konnte, sich nun in die Ausbildung des Nachwuchses einzubringen. „Sie kann als perfektes Beispiel für die Zusammenarbeit der Abteilungen genannt werden, wie wir ihn uns vorstellen“, erklärt Pressewart Martin Meyer. Die Voraussetzungen für eine rosige Zukunft scheinen also geschaffen. Die Frage ist jetzt, wie lange die Corona-Maßnahmen die Schwimm-Abteilung des TK Grevenbroich noch ausbremsen. Doch Cheftrainer Jürgen Helpenstein ist zuversichtlich: „Irgendwann nach der Pandemie wird der TK Grevenbroich auf Wettkämpfen wieder Präsenz zeigen, und auf diesen Moment arbeiten wir trotz Corona akribisch hin.“