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Wieder Absage des Spiels Bayer Dormagen gegen TuS Ferndorf

2. Handball-Bundesliga : TSV-Spiel gegen Ferndorf fällt wieder aus

Eigentlich hätten die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen am Samstag den zweiten Versuch unternehmen sollen, gegen den TuS zu spielen. Doch die Ferndorfer mussten sich erneut in Quarantäne begeben.

Die Spieler des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen waren am Freitagnachmittag auf dem Weg zum Abschlusstraining, als sie erfuhren, dass das auf Samstag verlegte Heimspiel gegen den TuS Ferndorf erneut ausfällt, weil bei den wöchentlichen Corona-Tests der Ferndorfer ein Ergebnis positiv ausfiel. Inzwischen eine gewohnte Situation für die Dormagener, die bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit kurz vor einem Meisterschaftsspiel durch Corona-Fälle beim Gegner ausgebremst werden.

„Diese Situation wird es in dieser Saison immer wieder geben. Wir müssen lernen, damit umzugehen“, meinte TSV-Kapitän Patrick Hüter in einer ersten Reaktion auf die neuerliche Absage. „Es ist natürlich schwer, immer wieder Spannung aufzubauen. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaften, die es schaffen damit mental gut umzugehen, am Ende in dieser Liga auch eine gute Rolle spielen werden.“ Der erste Versuch für das Heimspiel gegen den TuS Ferndorf war für den 25. Oktober angesetzt gewesen. Damals konnten die Ferndorfer nicht anreisen, weil ihnen ihr örtliches Gesundheitsamt wegen eines Corona-Falls in der Mannschaft eine Quarantäne verordnet hatte.

Dieses Mal sieht es genauso aus. Laut Internetseite der Ferndorfer ist ein Spieler schwach positiv getestet worden. „Alle weiteren getesteten Spieler sowie das Trainer- und Betreuerteam weisen – wie schon bei dem Fall vor drei Wochen – ein negatives Ergebnis auf, müssen aber wohl die Regeln für Kontaktpersonen von Covid-19-Infizierten befolgen. Der betroffene Spieler selbst weist keine Symptome auf und wurde im Folgetest, einen Tag später, ebenfalls negativ getestet“, heißt es auf der Homepage. Weiter machen die Ferndorfer deutlich, dass sie mit der Situation nicht glücklich sind. Der schwach positiv ausgefallene Test sei zumindest in Frage zu stellen, zumal beim Test vier Tage zuvor ebenfalls ein negatives Ergebnis zu Buche gestanden habe. Abschließend heißt es: „Die Gesundheit aller hat Vorrang, aber eine Absonderung (Quarantäne) für 20 Personen gemäß eines zumindest zweifelhaften Testergebnisses scheint auch gemäß Infektionsschutz in diesem Fall zumindest fraglich.“

Bayer-Trainer Dusko Bilanovic hatte zwar im Vorfeld noch betont, wie wichtig die Partie sei, um nach dem starken Auftritt gegen den TuS N-Lübbecke (25:25) im Rhythmus zu bleiben, doch in der Krise erweist er sich als Pragmatiker. „Das ist eine Sache, die wir nicht in der eigenen Hand haben. Wir müssen in diesen Zeiten einfach flexibel sein“, erklärte Bilanovic, der sich glaubhaft bemüht, sich auf die positiven Aspekte der Absage zu konzentrieren. Einer davon sei, dass er seinen Spielern jetzt nach einer starken Trainingswoche zwei freie Tage gönnen könne, bevor es dann am Montag mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel beim TV Hüttenberg (Samstag, 14. November) weitergehe. „Die Jungs sind so diszipliniert, das haben sie sich verdient“, betonte Bilanovic.

Zudem hat der Coach in Gestalt von Rückraumspieler Ante Grbavac, der vergangenen Samstag gegen Nettelstedt mit acht Toren so groß aufgetrumpft hatte, aktuell auch ein Sorgenkind im Kader. Grbavac verletzte sich unter der Woche im Training, weswegen hinter seinem Einsatz gegen Ferndorf ein dickes Fragezeichen gestanden hätte. „So hat er jetzt eine zusätzliche Woche, um seine Verletzung auszukurieren“, sagte Bilanovic. Wann ein neuer Versuch gestartet wird, das Dormagener Heimspiel gegen Ferndorf auszutragen, ist noch völlig unklar. Die Chancen, dass das noch in diesem Jahr passiert, stehen jedenfalls nicht besonders gut, denn der Spielplan ist ohnehin eng getaktet. Bis zum 30. Dezember stehen bereits elf Begegnungen auf dem Spielplan der Mannschaft des TSV Bayer Dormagen.