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Tennis: Gegen Erfurt ist BW Neuss nur Außenseiter

Tennis : Gegen Erfurt ist BW Neuss nur Außenseiter

Der kampf gegen den Abstieg aus der Tennis-Bundesliga war selten so spannend wie in dieser Saison.

Sechs Klubs müssen sich vier Spieltage vor Schluss noch ernsthafte Sorgen um den Liga-Verbleib machen — den TC Blau-Weiss Neuss auf Rang fünf trennen gerade mal zwei Punkte vom letzten Tabellenplatz, auf den nach seiner gestrigen 2:4-Niederlage in Krefeld Aufsteiger TC Bruckmühl-Feldkirchen gerutscht ist.

Eine Entscheidung aus Neusser Sicht wird wohl erst an den letzten beiden Spieltagen fallen, wenn die Blau-Weissen auf die direkten Konkurrenten BW Krefeld (4. August, 11 Uhr Jahnstraße) und Bremerhavener TV (11. August, 11 Uhr in Bremerhaven) treffen. Dass seine Mannen noch vorher punkten können, schließt Teamchef Dietmar Skaliks angesichts der Qualität der nächsten beiden Gegner aus: Morgen stellt sich der Erfurter Tennisclub Rot-Weiß an der Jahnstraße vor, der gestern trotz eines Staraufgebots mit Lukasz Rosol, Victor Hanescu, Lukasz Kubot — alle drei stehen unter den Top-Einhundert der Weltrangliste — und Marc Gicquel mit 2:4 gegen TK Kurhaus Aachen verlor. Der Titelverteidiger ist am kommenden Sonntag (28. Juli, 11 Uhr) Gastgeber für den TC Blau-Weiss. "Gegen die hätten wir auch in Bestbesetzung keine Chance", ist Skaliks überzeugt.

Und weil er in vier der ersten fünf Meisterschaftsspiele seinen nicht allzu üppigen Etat ohnehin schon strapaziert hat — immerhin setzte Blau-Weiss vier Mal seine Nummer eins, den Argentinier Leonardo Mayer, ein — hat er sich für diese Begegnungen einen strikten Sparkurs verordnet. "Ich hoffe, unsere Fans und Zuschauer haben Verständnis dafür. Wir müssen mit unseren Mitteln haushalten, um in den entscheidenden Spielen gegen Krefeld und möglicherweise auch in Bremerhaven noch genügend Reserven zu haben", sagt der Teamchef.

So wird morgen wohl der bislang im Einzel wenig überzeugende Gianluca Naso an die Spitzenposition rücken, dahinter gibt Stefan Seifert sein Saisondebüt für die Blau-Weissen, während Doppelspezialist André Begemann für das dritte Einzel vorgesehen ist. An Position vier wird wohl einer aus dem Trio der blau-weissen "Spielertrainer" auflaufen. Wen die Erfurter aufbieten, ist offen, schließlich dürften sie sich mit der zweiten Saisonniederlage gestern endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet haben.

(NGZ)