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Tennis: Teamchefs sehen die Chancen fünfzig:fünfzig

Tennis : Teamchefs sehen die Chancen fünfzig:fünfzig

In BW Neuss und GW Mannheim treffen heute die dienstältesten Klubs der Tennis-Bundesliga aufeinander – mit ganz starken Aufgeboten.

Die Dinosaurier der Tennis-Bundesliga stehen sich heute ab 13 Uhr an der Jahnstraße zum Duell um den Ligaverbleib gegenüber. Und wie es sich für die dienstältesten Klubs – Gastgeber Blau-Weiss Neuss spielt seine 33. Saison im Oberhaus, für den TK Grün-Weiss Mannheim ist es bereits die 37. – gehört, haben beide dafür ganz starke Aufgebote aus allen Ecken der Tennis-Welt zusammengetrommelt.

Kein Wunder, schließlich steht einiges auf dem Spiel heute Nachmittag. Die Gastgeber könnten sich mit einem Sieg – es wäre der dritte in Folge nach dem 4:2 in Düsseldorf und dem 5:1 beim TC Bruckmühl-Feldkirchen - fast schon aller Abstiegssorgen entledigen. Und die Mannheimer benötigen dringend ein Erfolgserlebnis, reichte es in den ersten vier Saisonspielen doch nur zu einem kümmerlichen Pünktchen dank eines 3:3 bei Aufsteiger Bremerhaven.

"Klar, wir sind in Zugzwang", gibt denn auch Gerald Marzenell offen zu. Der grün-weisse Teamchef ist deshalb mit einem stattlichen Kader von gleich sieben Spielern angereist. Wen er davon heute einsetzt, diese Katze lässt er naturgemäß noch nicht aus dem Sack: "Das ist ja der Sinn der Sache, dass wir ein bisschen variieren können." In Tobias Kamke (ATP 78), wie so viele Bundesliga-Profis auch mal beim TC Blau-Weiss Neuss unter Vertrag, und Benjamin Becker (ATP 99) hat er zwei Akteure aus den Top-Einhundert der Weltrangliste dabei. Der in Weilerswist geborene Björn Phau, dessen Profikarriere beim TC Bayer Dormagen begann ("klar erinnere ich mich, aber das muss mindestens 16 Jahre her sein", sagt der 33-Jährige, der auf Platz 192 der Weltrangliste notiert wird), die Österreicher Martin Fischer (ATP 209) und Gerald Melzer (ATP 237), sowie Juan Pablo Brzezicki und Simon Stadler komplettieren den Kader.

Einer, der Dietmar Skaliks Respekt abnötigt: "Das ist schon verdammt stark, was die Mannheimer hier auffahren." Dabei hatte sich der Neusser teamchef angesichts der eigenen Formation durchaus Chancen ausgerechnet. Immerhin schickt er in Leonardo Mayer (ATP 77) und Filippo Volandri (ATP 101) seine beiden Spitzenkräfte auf die rote und heute wahrscheinlich recht staubige Asche. Dahinter ist der Kroate Antonio Veic (ATP 173) gesetzt.

Ob er an Position vier den Italiener Gianluca Naso (ATP 285) oder Doppelspezialist André Begemann aufbietet, da wollte sich Skaliks angesichts der wenig überzeugenden Vorstellung des Italieners, der in Bruckmühl beim 6:3, 4:6, 4:10 gegen den Österreicher Nicolas Reissig die einzige Niederlage kassieren, gestern noch nicht festlegen.

So oder so, in einem sind sich beide Teamchefs einig: "Das wird ein ganz ausgeglichenes Match", sagt Skaliks, "das wird ein total offenes Spiel, ich sehe die Chancen bei fünfzig zu fünfzig", sagt Marzenell. Auf eine Punkteteilung wollten sie sich trotzdem nicht einigen, auch wenn Skaliks zugibt: "Mir würde ein Zähler schon genügen" und sein Gegenüber mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag gegen Krefeld sagt: "Drei Punkte sollten es schon werden."

(NGZ)