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Korschenbroich: Stadtrat tagt nicht mehr bei Schellen

Korschenbroich : Stadtrat tagt nicht mehr bei Schellen

Wenn die Ratsmitglieder am 10. Oktober zu ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammenkommen, heißt es umzudenken. Dann führt sie der Weg nicht mehr nach Pesch ins "Haus Schellen", sondern nach Korschenbroich.

Nach 38 Jahren tagt der Stadtrat dann erstmals im neuen Sitzungssaal des umgebauten A-Gebäudes am Gymnasium. Die jüngste und damit auch letzte Ratssitzung nutzte Bürgermeister Heinz Josef Dick, um sich beim Hausherrn mit der Ehrengabe der Stadt zu bedanken. "Es ist auch ein Verdienst von Johannes Schellen, dass wir uns hier immer wohlgefühlt haben", lobte ihn Dick als "treuen Wegbegleiter".

Selbst als das Traditionshaus ab Sommer 2010 rund 14 Monate leer stand, sorgten Johannes und Elisabeth Schellen dafür, dass der Stadtrat seine Arbeit in gewohnter Umgebung fortsetzen konnte. "Ich bin gerührt und überrascht." Mit diesen Worten nahm Johannes Schellen das Geschenk — eine Stadtansicht aus Plexiglas — an. "Es war eine schöne Zeit", sagte Schellen.

Nicht nur für die Entscheidungsträger war es oft aufregend, auch für Schellen war es immer wieder spannend: "Hier wurden viele Dinge entschieden. Oft waren die Diskussionen von Emotionen und Leidenschaft geprägt." Was ihn beeindruckte: "Selbst der lauteste Streit wurde nach der Sitzung beim Bier an der Theke beigelegt."

(NGZ)