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Radsport: Schomber ist vor den "Großen" nicht bange

Radsport : Schomber ist vor den "Großen" nicht bange

Der Jugendsieger der vergangenen zwei Jahre startet bei der Tour de Neuss erstmals im Eliterennen.

Eigentlich, sagt Nils Schomber, hätte er jetzt Rennpause. Von den Deutschen Bahnmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende im badischen Oberhausen ausgetragen wurden, kehrte der 19-Jährige, der im Trikot des VfR Büttgen acht mal Deutscher Jugend- und Juniorenmeister sowie Vize-Europameister der U 23 wurde, mit Platz vier in der Einerverfolgung und Rang drei mit dem Bahnvierer seines neuen Rennstalls "rad-net Rose" zurück.

"Absolut okay" findet der Grevenbroicher diese Ergebnisse. Schließlich "war es das erste Mal, dass ich bei den Profis gestartet bin." Eine Erfahrung, die der 19-Jährige am kommenden Mittwoch erneut machen kann. Da geht er nämlich im Eliterennen der Tour de Neuss über 81 Kilometer an den Start, misst sich mit Fahrern wie André Greipel, Christian Knees und Robert Bartko. "Für mich ist das eine Ehre, hier mitfahren zu dürfen", sagt Nils Schomber. Weshalb es für ihn auch keine Frage war, die ursprünglich geplante Rennpause zu unterbrechen. "Das ist mein Heimatrennen, und es wäre sehr traurig, wenn es das nicht mehr gäbe." In den vergangenen beiden Jahren gewann er auf der Kaiser-Friedrich-Straße das Jugendrennen.

Vor dem Sprung ins Feld der "Großen" ist ihm trotzdem nicht bange: "Ich bin einfach nur gespannt, wie es läuft." Unterstützt wird er Sven Göttlicher, Lars Becker und Dominik Ivo, mit denen er früher im Trikot des Sportforums Kaarst-Büttgen um Punkte in der Junioren-Bundesliga kämpfte.

Unter diesem Namen geht das Quartett auch bei der Tour de Neuss an den Start. "Wir haben uns für 100 Euro extra eines Tageslizenz beim Verband besorgt", sagt Trainer Hans-Peter Nilges, gleichzeitig Abteilungsleiter beim VfR Büttgen und Teamchef des aktuellen Sportforum-Teams in der Junioren-Bundesliga. Ein Kostenpunkt, den er sich durchaus als Investition in die Zukunft vorstellen kann: "Vielleicht gelingt es uns ja, im Rhein-Kreis ein Rad-Team aufzubauen." Talente dazu gab es in der Vergangenheit genug. Auf zwei namens Markus Fothen und Joachim Tolles wird Nils Schomber am kommenden Mittwoch treffen.

(-vk)