Tennis : "Ein Trainertrio zum Anfassen"

Eine Hierarchie soll es nicht geben im neuen Trainertrio des TC Blau-Weiss Neuss: "Jeder kümmert sich bei uns um jeden", sagt Marius Zay. Der 29-Jährige, dessen aus Rumänien stammender Vater Bruno in den siebziger Jahren mit dem VfL Gummersbach fünf Mal Deutscher Handball-Meister wurde, betreibt zusammen mit Sascha Klör (27) in Krefeld die "Tennis-Akademie Zay&Klör".

Eine Hierarchie soll es nicht geben im neuen Trainertrio des TC Blau-Weiss Neuss: "Jeder kümmert sich bei uns um jeden", sagt Marius Zay. Der 29-Jährige, dessen aus Rumänien stammender Vater Bruno in den siebziger Jahren mit dem VfL Gummersbach fünf Mal Deutscher Handball-Meister wurde, betreibt zusammen mit Sascha Klör (27) in Krefeld die "Tennis-Akademie Zay&Klör".

Beide spielten sich als Aktive bis unter die ersten 400 der ATP-Weltrangliste, waren in der Bundesliga für BW Dinslaken und Solinger TC (Klör), den Rochusclub, BW Krefeld und Etuf Essen aktiv. In dieser Saison standen sie beim Regionalligisten TC Solingen unter Vertrag — und bringen von dort Kevin Deden (28) mit, der zuvor sechs Jahre für den Osterather TV aufschlug. Zay und Klör sind staatlich geprüfte Tennislehrer und ebenso wie Deden, der gerade seinen A-Schein macht, im Besitz der B- und C-Lizenz des Deutschen Tennisbundes.

"Damit erfüllen sie auch formal alle unsere Anforderungen", sagt BW-Vorsitzender Andreas Jülich. "Jung, dynamisch und voller Ideen", sind die Attribute, die ihm zu dem neuen Trio einfallen, das offiziell erst ab 1. April 2013 — der jetzt gekündigte Vertrag mit der "Kirschbaum tennis-base" läuft noch bis 31. März — seine Arbeit aufnimmt. "Für beratende Gespräche stehen sie unseren Mitgliedern aber schon vorher zur Verfügung", kündigt der 2. Vorsitzende Heiko Bertram an. Ihre Trainertätigkeit beim SC Bayer 05 Uerdingen werden Zay und Klör zunächst fortsetzen — "wir können ja noch nicht genau sagen, wie viele unserer Mitglieder tatsächlich bei ihnen trainieren wollen", sagt BW-Geschäftsführer Abraam Savvidis.

Nach Möglichkeit alle, denn das "Trainertrio zum Anfassen" (Jülich) soll sich sowohl um "Breiten-, Leistungs- und Spitzensport bei uns kümmern", verrät Bertram, der das Spektrum des Klubs gerne "wie eine Pyramide" aufgebaut sähe: "So wie es früher hier ja mal funktioniert hat", ergänzt Savvidis, seit 30 Jahren BW-Mitglied.

Selbst für den zehnfachen Deutschen Mannschaftsmeister in der Bundesliga aufzulaufen, will das Trio nicht ausschließen: "Wenn's vom Sportlichen her passt, würde das dem Verein gut tun und auch uns gut tun", meint Sascha Klör. Andreas Jülich sieht's ähnlich: "Das wäre genau die Klammer zwischen Klub und Bundesliga, die hier in den letzten Jahren gefehlt hat."

(NGZ/ac)