Jüchen: Der Junge mit der Gitarre

Jüchen: Der Junge mit der Gitarre

Realschüler Daniel März kennen viele als Gitarristen: So war der Jüchener bereits mehrfach bei den Wettbewerben "Jugend musiziert" erfolgreich. Auch für Konzerte wird der 15-Jährige oft gebucht.

Er ist nicht der Junge mit der Mundharmonika — er ist der Jugendliche mit der Gitarre: Daniel März. Viele Jüchener kennen ihn als jungen und begabten Musiker, der mit seiner Gitarre begeistert. Etwa beim Gemeindefest in Bedburdyck, bei Konzerten der evangelischen Musikschule "Pro Musica", bei Lesungen oder bei Musikveranstaltungen der Realschule Jüchen. Jeden Tag nimmt der 15-Jährige seine "Bernabé M-5", eine Konzertgitarre aus der Werkstatt des spanischen Gitarrenbauers Paulino Bernabé, zur Hand: "Auch bei der Klassenfahrt habe ich sie mitgenommen. Da konnte ich dann auch für die anderen spielen", erzählt der Realschüler. Jetzt hofft er auf seinen nächsten Erfolg: die Teilnahme an der Radiosendung "The Voice of Germany".

Mit seinem Talent hat der jugendliche Jüchener bereits einige Erfolge errungen: Dreimal hat er bei "Jugend musiziert" teilgenommen: "Vor zwei Jahren habe ich im Regionalwettbewerb den zweiten Platz erreicht." Und von dort aus ging es weiter zum Landeswettbewerb, dort sicherte sich Daniel März den zweiten Preis. "Gegen E-Gitarren hatte ich mit meiner klassischen Gitarre weniger Chancen", meint er mit einem Lächeln. Und in diesem Jahr überzeugte er nicht nur mit einem ersten Platz beim Regionalwettbewerb, sondern auch mit einem zweiten Platz auf Landesebene. Für ihn keine Frage, dass er weitermachen wird.

Dass Daniel März zur Gitarre fand, war eher ein Zufall: "Mein Großvater, der Keyboard spielte, fragte mich, ob ich nicht auch ein Instrument erlernen wollte. Mir fiel als Erstes Gitarre ein", erzählt der Realschüler. Inzwischen hat er — neben dem Unterricht seit seinem neunten Lebensjahr bei Thomas Oldenbürger — sein Spektrum als Musiker erweitert, hat sich selbst Keyboard, Schlagzeug und Bass beigebracht. Keine Überraschung, dass Daniel März die Musik zum Beruf machen will: "Ich möchte Gitarrenlehrer werden."

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Sein Name steht auf Plakaten

Jeden Tag übt er, vor Konzerten auch mal drei bis vier Stunden täglich. Auch die guten Noten in der Schule hat Daniel März fest im Blick: "Meine Tage sind eigentlich immer gut ausgefüllt." Was ihn stolz macht: Sein Name steht auf vielen Plakaten, wenn er für Veranstaltungen gebucht wird. So kann der junge Jüchener mit seiner Musik auch schon Geld verdienen. So begleitete er die Autorinnen Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki bei Lesungen in NRW. Am Samstag, 8. September, bleibt Daniel März aber in Jüchen: Dann ist er um 15 Uhr beim Herbstkonzert von "Pro Musica" in der evangelischen Hofkirche zu hören.

(NGZ/ac)
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