Bei den Elephants haben sich die Personalprobleme noch verschärft

Basketball : Jetzt kriechen die Elephants wirklich auf dem Zahnfleisch

Für das Spiel in Dortmund fallen beim Basketball-Regionalligisten aus Grevenbroich auch noch Bastian Becker und der reaktivierte Simon Bennett aus.

Auf eines kann man sich im Leben verlassen: Es geht immer noch schlimmer. Und darum überrascht es nicht wirklich, dass es die eh schon von gravierenden Personalproblemen geplagten NEW’ Elephants vor dem Match am Samstag (19 Uhr, Brügmann-Sporthalle) beim Kellerkind SVD 49 Dortmund nun sogar noch härter getroffen hat.

Neben Farid Sadek (Bänderriss) und David Markert (Knieverletzung), der erst in anderthalb Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehrt, fallen in Bastian Becker, der sich in den Übungseinheiten vor dem Karnevalswochenende zwei Bänder im Sprunggelenk anriss, und dem gerade erst reaktivierten Co-Trainer Simon Bennett (Reizung beider Achillessehnen) zwei weitere Akteure aus. Ein Rückschlag, der selbst den auf die Trainerbank zurückgekehrten Manager Hartmut Oehmen fast verzweifeln lässt: „Ich hab’ schon nix, da fallen mir noch zwei Starting-Five-Spieler aus.“

Damit sind die Elephants in Dortmund nur zu siebt: Jonathan Parker, Max Boldt, Marko Boksic, Nino Janoschek und Lennard Jördell in der Startformation, Gideon Schwich und Alexander Knopf auf der Bank. „Gut ist anders“, unkt Oehmen und schaltet sofort in den Kampfmodus um: „Gibt das Leben dir Zitronen, mach’ Limonade draus!“ Mit Blick auf den dezimierten Kader stellt er jedoch klar: „Schwache Tage sind ab jetzt nicht mehr erlaubt. Jeder muss ans Limit gehen.“ So wie vor Karneval  beim 95:72-Heimsieg über Recklinghausen, als neben Basti Becker (18 Punkte) und Max Boldt (15) auch Gideon Schwich (14 Punkte in 13:32 Minuten) und besonders Jonathan Parker (18) über sich hinauswuchsen. Hauptkandidat für eine dringend erforderliche Leistungsexplosion ist diesmal Alexander Knopf, für den in bislang acht Einsätzen 2,6 Punkte im Schnitt zu Buche stehen.

Wesentlich wohler wäre Oehmen allerdings, er würde zehn bis 15 Minuten von Ironman Farid Sadek im Aufbau bekommen. Und auch Simon Bennett hat er noch nicht ganz abgeschrieben. In einem Anflug von Galgenhumor stellt er schmunzelnd fest: „Ohne Krücken zu laufen, bedeutet bei uns im Moment zehn Minuten Spielzeit.“ Für die Gastgeber, beim 58:82 im Hinspiel hoffnungslos unterlegen, eröffnet sich damit die große Chance, einen im Abstiegskampf überlebenswichtigen Sieg abzustauben. „Für die ist doch jedes Spiel ein Endspiel“, weiß Oehmen. Angeführt wird das vom ehemaligen Erstliga-Profi Peter Radegast trainierte Team von US-Boy Aaron Bowser (17,2 Punkte im Schnitt). Außer ihm punktet nur Felix Fuhrmann (11,6) zweistellig.

Ins Risiko werden die Elephants in Dortmund ganz sicher nicht gehen, steht doch am nächsten Donnerstag (14. März) am heimischem Torfstecherweg das Halbfinale im WBV-Pokal (Anpfiff 20.30 Uhr) gegen Ibbenbüren auf dem Programm. „Da legen wir alles rein“, verspricht Oehmen.

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