Basketball: Elephants wollen mit Vollgas-Basketball den Sieg erzwingen.

Basketball : Vollgas-Basketball in Grevenbroich

Die personell arg dezimierten Elephants suchen ihr Heil in der Flucht nach vorne.

Neues Personal kann der beim Regionalligisten NEW’ Elephants für den wieder als Spieler benötigten Simon Bennett auf den Trainerposten zurückgekehrte Manager Hartmut Oehmen nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Farid Sadek und David Markert nicht aus dem Hut zaubern. Und darum setzt er am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Gustorf) im Heimspiel gegen  Citybasket Recklinghausen auf Emotion und Vollgas-Basketball. Was das heißt, brachte Center Nino Janoschek nach den ersten Trainingseinheiten auf den Punkt: „Von der Intensität her ist das ähnlich hart wie in der Saisonvorbereitung.“

Natürlich weiß nach gut einem Vierteljahrhundert im Geschäft auch Oehmen, dass er sich damit auf einem schmalen Grat bewegt. „Der Schuss kann auch nach hinten losgehen.“ Einen anderen Weg sieht er für seine qualitativ und quantitativ arg dezimierte Mannschaft, die zuvor schon Vytautas Nedzinskas (SV Hagen-Haspe) und Milen Zahariev (Itzehoe Eagles) verloren hatte, allerdings nicht. „Denn in diesem Spiel sind wir nur ein nicht ganz chancenloser Außenseiter. Jeder muss eine überragende Leistung abliefern.“ Wie die Elephants trotz ihrer Nöte ticken, zeigt ein Blick auf Simon Bennett: Der 33-Jährige hat nicht nur den von Oehmen initiierten Wechsel vom Coach zurück zum spielenden Co-Trainer ohne Murren mitgemacht, sondern zieht auch noch weiter voll mit. So kam er am Mittwoch von einem beruflichen Termin in Wiesbaden quasi direkt von der Autobahn in die Halle. „Zum Glück habe ich ein Sportgeschäft, da konnte ich ihm die Trainingssachen gleich mitbringen“, sagt Oehmen, der sich sogar vorstellen könnte, den so intelligenten Scharfschützen als Starter zu bringen. Dass er von seinen Jungs hundert Prozent  Einsatz bekommt, steht für ihn außer Frage: „Alle ziehen vorbildlich dran.“ Eine Wahl lässt er ohnehin keinem, das bekam der zur Zurückhaltung neigende Alexander Knopf zu spüren. Oehmen: „Da kann es dann auch mal was lauter werden. Ich brauche jetzt Spieler, die vor Selbstvertrauen nur so strotzen.“

Schließlich verfügt Recklinghausen trotz der zuletzt vier Niederlagen in Folge über herausragendes Personal: So ist Topscorer Chris Longoria, der im Schnitt satte 20,1 Punkte auflegt, nach überstandenen Rückenproblemen wieder zurück im Team, das für Oehmen im 2,13 Meter großen Theo Turner (11,6 Punkte/7,9 Rebounds) den neben für die Elephants tätigen Lennard Jördell „besten echten Center der Liga“ beschäftigt. Gestandene Größen auf diesem Spielniveau sind auch Christoph Bruns (11,5 Punkte), Till von Guionneau und Jan Letailleur. „Defensiv werden wir aggressiv verteidigen und die Kreise der Grevenbroicher Leistungsträger einzuschränken versuchen“, kündigt CB-Trainer Johannes Hülsmann an und hat es dabei vor allem auf Marko Boksic abgesehen. Recklinghausens unerklärliche Niederlagen gegen die Kellerkinder Deutz und Kamp-Lintfort lassen Oehmen kalt. „Das starke Spiel gegen Düsseldorf hat gezeigt, zu was diese Mannschaft in der Lage ist.“ Das Hinspiel war mit 98:90 an Grevenbroich gegangen.

Mehr von RP ONLINE