Basketball: Play-off-Aus für die TG Neuss Junior Tigers in Berlin

Basketball : Junior Tigers sagen Play-offs mit erhobenem Haupt ade

Larissa Felten & Co. halten in Berlin lange mit, unterlagen jedoch mit 47:61.

Das DM-Achtelfinale war Endstadion für die U18-Basketballerinnen der TG Neuss. Doch nach der 47:61-Niederlage (Halbzeit 23:25) in der Play-off-Serie gegen Alba Berlin benötigte Trainer Jean-Francois Loop nicht allzu viel Zeit, um seine ansteckend gute Laune zurückzugewinnen. Seinen zu Tode betrübten Mädels riet er lachend: „Sie sollen stolz sein auf das, was sie in dieser Saison geleistet haben. Dass wir in der Gruppe Nordwest als Tabellenzweiter hinter Herne in die Runde der besten 16 Teams in Deutschland einziehen, damit hätte zuvor doch niemand gerechnet. Ich jedenfalls bin stolz auf meine Spielerinnen.“

Die Tigers hatten aus der schmerzlichen 54:69-Heimpleite im Hinspiel gelernt, blieben bis ins letzte Viertel, in das sie mit einem knappen 34:38-Rückstand gingen, dran. Mit noch 5:45 Minuten auf der Spieluhr sorgte Larissa Felten, mit 15 Punkten (2/11 Dreier) vor Lana Spießbach (13) Topscorerin der Gäste,  ihr Team wieder bis auf 41:45 heran. Doch jetzt machte sich wie schon im ersten Duell die größere Erfahrung der Berlinerinnen bemerkbar. Loop: „Klar, der Gegner war zwar genauso alt wie wir, verfügt aber über Spielerinnen, die bei den Frauen in der 2. Bundesliga viel Einsatzzeiten bekommen. Das hat den Ausschlag gegeben.“ Dass Alba in der entscheidenden Phase schnell auf  55:45 (38.) davonzog, fand er darum mit Blick auf Akteurinnen wie Victoria Poros (16 Punkte) irgendwie logisch. „Wir haben am Ende, sozusagen auf den letzten hundert Metern, ein bisschen den Kopf verloren. Aber mit etwas Abstand muss man einfach anerkennen: Berlin war für uns ein Stück zu stark.“

Genau aus diesem Grund geht er mit einem guten Gefühl aus dieser Serie heraus, „denn wir haben was gelernt.“ Davon könnte die Mannschaft, die aus Altersgründen nur Larissa Felten verliert, in der kommenden Saison profitieren. Ob er als Trainer bleibt, lässt der beliebte Belgier noch offen. „Ich bin eh noch bis Ende des Monats in Neuss. Wie es dann weitergeht, wird man dann sehen. Aber ich denke, dieses Team hat Potenzial. Das sind richtig gute Mädchen.“

Info Berlin: Steinhoff, Mailahn (10), Polak (5), Schwedt (5), Poros (16), Kniewel, Öztürk (8), Pießner (6), Wilke (9), Brown (2), Gallus
Neuss: Felten (15),Lukas, Spießbach 13), J. Schnelle (7), L. Schnelle (8), Oost (2), Vogel, Voß (2)
Viertel: 9:19, 16:13, 13:11. 23:13

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