Basketball: NEW Elephants müssen in Deutz gewinnen.

Basketball: Oehmen erhebt Spiel in Deutz zur Charakterfrage

Nach zwei Niederlagen in Folge stehen Regionalliga-Basketballer aus Grevenbroich beim Neuling in Köln schwer unter Druck.

Am Samstagabend (18.30 Uhr, Sporthalle Gymnasium Kreuzgasse) müssen die Regionalliga-Basketballer der NEW’ Elephants beim Neuling Deutzer TV ran. Aber eigentlich ist der Gegner auch egal, denn nach den Niederlagen gegen Hagen-Haspe und Giants Düsseldorf nimmt Manager Hartmut Oehmen die Mannschaft in die Pflicht: „Die nächsten drei Spiele  in Deutz sowie zu Hause gegen die BG Hagen und Ibbenbüren müssen wir gewinnen“, fordert er.

Das Duell mit dem Aufsteiger erhebt Oehmen sogar zur Charakterfrage: „Jetzt zeigt sich, ob die Jungs verstanden haben, wie die Liga in dieser Saison funktioniert.“ Was er damit meint, macht er an Ergebnissen klar. „Noch vor zwei Wochen hätte ich 5000 Euro darauf gewettet, dass Kamp-Lintfort in dieser Saison kein Spiel gewinnt. Und dann gewinnen die in Recklinghausen. Gleichzeitig verliert Herten in Dorsten. Wenn dich das nicht wach macht ..!!“ Auch Deutz hatte die Hand an der Sensation, unterlag in Düsseldorf nur mit 65:67. Derweil hat Oehmen die Heimpleite gegen die Giants am vergangenen Samstag längst abgehakt: „So ein Spiel kannst du verlieren. Deutlich mehr ärgert mich die Niederlage gegen Haspe. Das ist eine gute Mannschaft, gar keine Frage. Aber wenn du da mit einer anderen Einstellung reingehst, gewinnst du das Ding.“ Ähnliches könnte den wirklich nicht schlecht besetzten Elephants auch in Deutz passieren. Oehmen: „Das ist eine Mannschaft, die kämpft wie irre! Ich kann mich noch an unser Pokalspiel da vor einigen Jahren erinnern. Hätte ich nicht Dave Boykin, der in Straßenklamotten zunächst nur auf der Bank saß, eingewechselt, hätten wir das Spiel verloren.“ Stellvertretend für die eingeschworene Truppe aus dem Domstadt steht für ihn Tommy Warnecke: „Der hat auch mal bei uns gespielt, war als Nachfolger für Jan Zimmermann vorgesehen. Ein netter Bursche, aber er konnte sich bei uns nicht durchsetzen.“ In Köln startet Warnecke, mit 1,98 Meter und 102 Kilogramm wahrlich kein Gigant, auf der Centerposition, legt am Brett 9,0 Punkte und 3,8 Rebounds auf. „Aber seine Arbeitseinstellung ist tadellos“, weiß Oehmen. Und genau die gehe den Elephants in dieser Saison bislang ein wenig ab. „Mit Ausnahme von Milen Zahariev habe ich bei uns noch keinen gesehen, der an seine Grenze gegangen ist.“ Darum mahnt er eindringlich: „In Deutz muss die Einstellung von Anfang an stimmen, nicht erst im zweiten Viertel. Dann ist es nämlich schon zu spät, den Schalter noch umzulegen.“

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Eine zweite Baustelle ist die Integration des bislang als Fremdkörper in Erscheinung getretenen US-Profis Chris Carter. „Ich habe darüber viel mit unserem Trainer Simon Bennett gesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das nicht seine Schuld ist, sondern ein mannschaftsinternes Ding. Wir haben einen superguten Amerikaner – und davon sind wir beide nach wie vor überzeugt –, aber niemand merkt es. In den beiden ersten Spielen sah es so aus, als würde er nur so mittraben.“ Das Potenzial des 26-Jährigen im Spiel zu nutzen, ist eine der wesentlichen Aufgaben Bennetts. „Er muss den Ball auf den Spots bekommen, wo er uns mit seiner Schnelligkeit und seiner Athletik helfen kann“, fordert Oehmen.

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