TG Neuss Tigers haben richtig Lust aufs Spiel bei Alba Berlin

Basketball : Tigers haben richtig Lust aufs Spiel in Berlin

Basketball-Zweitligist aus Neuss nimmt am Samstag seine Serie von drei Siegen in Folge mit an die Spree.

Den Weg in die knapp 600 Zuschauer fassende Max-Schmeling-Halle A im Bezirk Pankow kennen die Basketballerinnen der TG Neuss gut. Erst am vergangenen Samstag waren sie dort mit ihrer WNBL-Truppe und verabschiedeten sich im Play-off-Achtelfinale mit einer 47:61-Niederlage gegen Alba Berlin aus dem Rennen um die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U18. Nun sind die Zweitliga-Frauen am Zug, Jana Heinrich & Co. bekommen es am Samstag (18 Uhr) wiederum mit Alba zu tun.

Die Revanche für das DM-Aus fällt jedoch aus. Zwar zählen im Kader der Gastgeberinnen in Victoria Poros, Leyla Öztürk, Clara Wilke, Merle Mailahn, Laureen Schwedt, Annika Polak und Joyce Brown auch viele Spielerinnen der Bundesliga-Nachwuchs-Mannschaft zum Stammpersonal, doch die Tigers ersparen ihren Talenten den erneuten Auftritt in der Bundeshauptstadt. Larissa Felten, Lana Spießbach, Leonie Oost sowie Jana und Lea Schnelle bleiben zu Hause. „Die weite Fahrt, um dann auf der Bank zu sitzen – das ist unnötig“, findet Angela Krings.

Dafür kann die seit drei Spielen auch als Trainerin fungierende Abteilungsleiterin mal wieder auf Franziska Worthmann bauen. Die 32-Jährige, mit 14,0 Punkten im Schnitt eine der besten deutschen Scorerinnen in Liga zwei, fehlte bei den unter Angela Krings eingebrachten Siegen über Krofdorf (79:70), Halle (82:76) und Bad Homburg (73:69). Dass ihre Mädels seit der Trennung von Coach Antoine Braibant ungeschlagen sind, freut die ehemalige Bundesliga-Akteurin natürlich. Allerdings räumt sie ein: „Wir waren nicht davon ausgegangen, dass wir das so gut hinkriegen.“ Schade nur, das der Zug Richtung Play-offs bereits abgefahren ist. Ohne Wert sei die späte Rückkehr zu alter Klasse freilich nicht, möchte die Erfolgstrainern festgehalten wissen. „Denn es ging uns vorrangig darum, dass alle mit einem guten Gefühl aus der Saison gehen.“ Schließlich gibt es bei der Turngemeinde kein Geld zu verdienen. Und damit ist der „Spaß am Basketball“ das wichtigste Argument, um das Trikot der Tigers zu tragen.

Da die Anreise mit der Deutschen Bundesbahn den Etat zu stark belastet würde, nimmt das Team das Flugzeug. „Wir fliegen billig und übernachten günstig“, bringt Angela Krings die Sache auf den Punkt. Zusätzlichen Stress können die Tigers auch gar nicht gebrauchen, denn obwohl Alba in dieser Saison erst zwei Siege aufs Konto gebracht hat, steckt im Team von Trainer Moritz Schäfer jede Menge Qualität. Das zeigte auch das Hinspiel, das die Tigers mit größter Mühe und starken Leistungen von Dara Taylor (24 Punkte) und Britta Worms (20) nur mit 81:77 gewannen. Berlins Top-Trio: Noémie Rouault (14,9), Ireti Amojo (10,4) und Lucy Reuß (9,8).