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Skaterhockey: Adler fliegen in Europas Top Fünf

Skaterhockey : Adler fliegen in Europas Top Fünf

Eine 0:5-Schlappe im Viertelfinale gegen die Zoran Falcons aus Israel stoppte die Schüler der Crash Eagles Kaarst beim in Kopenhagen ausgetragenen Europapokal im Skaterhockey. Siege über Rossemaison und Moskau brachten der Truppe von Trainer Georg Otten aber noch auf Platz fünf.

Auch wenn es für die Schüler der Crash Eagles Kaarst mit dem Einzug ins Halbfinale nicht geklappt hat, den Auftritt seiner Jungs beim Skaterhockey-Europapokal im dänischen Gentofte zauberte ein Lächeln auf das Gesicht von Trainer Georg Otten. "Für meine Spieler war die Begegnung mit den Akteuren anderer Nationen eine tolle Erfahrung, von der sie noch lange zehren werden", resümierte er und war sich absolut sicher, "dass ihnen der sportlich-faire Umgang mit Sportlern aus verschiedenen Ländern in guter Erinnerung bleiben wird". Vorbereitet hatten sich die Kaarster wie die Profis.

Am Tag vor dem ersten Spiel angereist, waren sie direkt nach der Ankunft in Kopenhagen in die Halle geeilt, um sich mit den Bedingungen vertraut zu machen. Eindruck machten vor allem die riesigen Umkleidekabinen. Im Anschluss an die Besichtigungstour folgte eine kurze Trainingseinheit und dann ging es zügig ins Bett, um ausgeruht ins Abenteuer zu starten.

Trotzdem kamen die Adler nur langsam auf Touren. Zum Auftakt gab es ein 2:2 gegen den russischen Meister Leader Moskau, im zweiten Match gegen Gastgeber Kopenhagen Capitals setzte es sogar eine unglückliche 1:2-Niederlage. Erst im Spiel gegen den englischen Champion Stansted Spitfire hatten die Eagles den Bogen raus und landeten einen 13:0-Kantersieg. Das anschließende 6:1 gegen die Sweet Lake Bulldogs aus den Niederlanden bescherte ihnen als Vorrunden-Zweiter den Einzug ins Viertelfinale.

Dort wartete in den Zoran Falcons aus Tel-Aviv ein Gegner der gehobenen Güteklasse. Warum Otten die Israelis im Vorfeld zum Favoriten auf den Titel auserkoren hatte, zeigte sich schnell. Angetrieben von ihrem Ausnahmespieler David Levin, auf dessen Konto vier Treffer gingen, gewannen die Falken mit 5:0. "Die hatten ihre Gruppe nur auf Platz drei abgeschlossen, weil ihnen wegen des kleinen Kaders die Kraft ausgegangen war", sagte Otten. "Am Tag darauf gegen uns waren sie aber leider wieder topfit." Richtig dumm gelaufen, haderte Teamleiter Haiko Schott, für den feststand: "Der Modus hat uns nicht gerade in die Karten gespielt. Bei einem anderen Gegner im Viertelfinale wäre mehr drin gewesen."

Die Kaarster zeigten indes Charakter und sicherten sich mit Siegen über den SHC Rossemaison aus der Schweiz (4:3) und Leader Moskau (3:2) noch den überaus ordentlichen fünften Platz. Weiter geht es bereits am Sonntag (15 Uhr), wenn im Pokal die Uedesheim Chiefs zu Gast im Sportforum sind.

(NGZ/rl)