2. Handball-Bundesliga TSV Bayer Dormagen

Handball: Für sechzig Minuten ruht die Freundschaft

Wenn Handball-Zweitligist DJK Rimpar heute gegen Bayer Dormagen spielt, treffen vier Junioren-Nationalspieler aufeinander.

Von Sonntag bis Donnerstag trifft sich die Junioren-Nationalmannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zu einem Lehrgang in der Sportschule Warendorf. Den leitet letztmals Co-Trainer Klaus-Dieter Petersen in Alleinregie, ab Januar übernimmt dann Ex-Bundestrainer Martin Heuberger die U20- und U21-Auswahl des DHB.

Mit im Aufgebot: Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado, Janis Boieck (alle TSV Bayer Dormagen) und Fin Backs (DJK Rimpar Wölfe). Das Quartett trifft sich bereits einen Tag vor Lehrgangsbeginn. Doch nicht aus Übereifer oder um Erinnerungen an die Junioren-Europameisterschaft in Slowenien auszutauschen, von der Stutzke, Boieck und Backs – Morante Maldonado fehlte aus Verletzungsgründen – mit Bronze dekoriert zurück kehrten. Sondern weil es der Spielplan der Zweiten Handball-Bundesliga so will. Denn um 19.30 Uhr am heutigen Samstagabend empfängt die DJK Rimpar in der Würzburger s.Oliver-Arena den TSV Bayer Dormagen. Mit dabei: Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado und Janis Boieck auf Seiten der Gäste. Und bei den Hausherren Fin Backs, den die Mainfranken von Erstligist MT Melsungen ausgeliehen haben.

Für sechzig Minuten ruht dann die Freundschaft, die während den Tagen der Europameisterschaft im slowenischen Bierort Lasko entstanden ist: „Wir hatten in Slowenien einen tollen Zusammenhalt, dem wir letztlich auch unsere Bronzemedaille verdanken,“ erinnert sich der Rimparer Linksaußen im Gespräch mit der „Mainpost“. Und fügt mit Blick auf seine Mitstreiter im Bayer-Dress an: „Wir sind viel in Kontakt und verfolgen uns gegenseitig.“

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Am heutigen Samstagabend ist das anders. Denn für beide Mannschaften kann die drittletzte Partie der Hinrunde richtungweisend sein. Rimpar ist Tabellensechzehnter mit 11:19 Punkten, Dormagen hat zwei Zähler mehr auf seinem Konto und steht deshalb auf Rang 13. Rimpars zum Saisonende scheidender Trainer Matthias Obinger – ein Nachfolger sollte ursprünglich in dieser Woche bekannt gegeben werden, drei Kandidaten sind laut Main-Post noch in der engeren Auswahl – hat die Partie deshalb zur Aufgabe „Pflichtsieg“ ernannt: „Wir dürfen den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren. Daher ist aus dem Siegen-Wollen mittlerweile ein Müssen geworden.“

Freilich weiß Obinger auch um die Schwere dieser Aufgabe: „In der Abwehr werden wir uns steigern müssen. Doch unsere bisherigen Heimauftritte können uns Mut machen.“ Vor allem der vorerst letzte, denn da setzten sich die Wölfe mit 29:28 gegen Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke durch. „Das hat wieder gezeigt, dass man in der Liga jeden schlagen kann, wenn man sich nur gut genug vorbereitet und etwas Glück hat,“ sagt Fin Backs.

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