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Remscheider: Mirjam Starke zu Gast bei Frank-Walter Steinmeier

Auszeichnung für Mirjam Starke : Remscheiderin zu Gast auf Schloss Bellevue

Mirjam Starke wurde als einzige Nordrhein-Westfälin für ihr soziales Engagement zum Neujahrsempfang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen.

Große Ehre für die Foodsharer in Remscheid. Für ihr Engagement in der Bewegung, die es schon seit über fünf Jahren gibt, sowie im Obdachlosencafé ist Mirjam Starke – schon im Vorjahr – zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen worden. Wegen Corona sei die Einladung zum Neujahrsempfang im Bundespräsidialamt indes verschoben worden. „Obwohl wir schon nur 16 statt der wie üblich über 80 Personen sein sollten, haben es die Inzidenzen Anfang des Vorjahres nicht zugelassen“, sagt Mirjam Starke.

Anfang Januar vergangenen Jahres kam die Absage. Jetzt, ein Jahr später, bei zwar wesentlich höheren Inzidenzen, aber durch die Impfung einer ganz anderen Corona-Situation, konnte das Treffen im kleinen Kreis im Großen Saal im Schloss Bellevue in der Bundeshauptstadt nun aber doch stattfinden. „Den Saal kennt man sonst nur von Empfängen und Ehrungen aus dem Fernsehen“, sagt Mirjam Starke.

Die Remscheiderin ist die einzige Nordrhein-Westfälin gewesen, denn aus jedem Bundesland ist nur eine Person nach Berlin eingeladen worden. „Zwei konnte nicht kommen, so dass wir 14 Anwesende im Großen Saal waren“, sagt Mirjam Starke. Sie habe sich sehr wohl gefühlt in diesem besonderen Ambiente, das nur wenige Menschen persönlich kennenlernen können. „Ich habe einen sehr wertschätzenden und ehrlich interessierten Eindruck von Frau Büdenbender und Herrn Steinmeier gehabt. Sie haben viel nachgefragt und wirkten sehr positiv“, sagt die Remscheiderin. Zwei Stunden Gesprächszeit seien angesetzt worden, den ersten Teil bestritt der Bundespräsident mit einer Rede. „Darin hat er an den Anfang der Pandemie erinnert und das Engagement der Ehrenamtler in Deutschland gewürdigt“, sagt Mirjam Starke.

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Dann habe jeder der Anwesenden über sein eigenes Engagement berichten können. „Als ich von den Gänsen berichtete, die wir gerettet haben, und die dann statt zu Weihnachten eben an Ostern auf den Tisch kamen, mussten beide herzlich lachen“, sagt Mirjam Starke. Insgesamt sei es ein „sehr wertschätzendes und vornehmes Ambiente“ im Großen Saal gewesen. „Während der zwei Stunden bekamen wir Horsd’œuvre serviert – die keiner der Anwesenden sich anzurühren traute -, und der Kaffee wurde aus Porzellankannen und nicht aus einfachen Thermoskannen serviert“, sagt Mirjam Starke.

Der Aufenthalt in Berlin sei ein „atemberaubendes Erlebnis voller Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Offenheit aller Menschen im Schloss Bellevue“ gewesen, sagt sie. Zudem sei sie dankbar, über das Engagement der mehr als 150 Aktiven bei den Remscheider Foodsharern berichten haben zu können. „Auch die Geschichten und das Engagement der anderen Eingeladenen hat mich sehr berührt. Mir ist überdeutlich geworden: Das ist Deutschland, das sind die Menschen, die dieses Land gestalten – und keineswegs irgendwelche Spaziergänger“, betont Mirjam Starke.