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Corona in Remscheid: Gesundheitsamt kommt bei Infektionsgeschehen nicht nach

Corona-Pandemie in Remscheid : Gesundheitsamt kommt bei Infektionsgeschehen nicht nach

Aufgrund des rasanten Anstiegs an Corona-Infektionen in Remscheid wird es ab sofort zu deutlichen Meldeverzögerungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) kommen.

„Das Gesundheitsamt kommt angesichts der extrem hohen Zahl an Neufällen und begrenzter personeller Ressourcen bei der tagaktuellen Meldung aller neuregistrierten Fälle an das RKI nicht mehr nach“, heißt es aus dem Rathaus.

Offiziell wurden am Dienstag 1773 Remscheider gemeldet, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in Quarantäne befinden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf einen erneuten Höchstwert von 1376,5. Alleine am Montag und Dienstag sind nochmals insgesamt 818 Corona-Neuinfektionen gezählt worden – zusätzlich zu den bereits gemeldete 228 Fällen. Die rund 400 Positivmeldungen von Montag konnten daher erst am Dienstag an die Behörde übermittelt werden, die anderen 418 Fälle würden ebenfalls um einen Tag verzögert an das RKI übersandt. Allerdings werden bis dahin zahlreiche weitere Positivmeldungen erwartet.

In Hinsicht auf die derzeitige Situation appelliert der Remscheider Krisenstab nochmals eindringlich an die Eigenverantwortung aller Remscheider. So sei es unbedingt notwendig, freiwillig jeden verzichtbaren Kontakt zu unterlassen und durch besonderes umsichtiges Verhalten das persönliche Ansteckungsrisiko zu senken. Auch die gängigen Abstands- und Hygieneregeln seien weiter immens wichtig und sollten unbedingt von jeder und jedem Einzelnen eingehalten werden.

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„Das starke dynamische Infektionsgeschehen bedeutet nicht nur ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Menschen. Es bedeutet gleichzeitig auch eine Gefahr für die kritische Infrastruktur und die Aufrechterhaltung der Gesundheitsvorsorge“, teilt die Stadt weiter mit.

 Der Krisenstab Remscheid wird sich am Mittwochmorgen mit der Situation weiter auseinandersetzen. Die bisherige Haltung der Stadt war es, nicht durch eigene, über die Corona-Schutzverordnung NRW hinausgehende Maßnahmen zu einem landesweiten „Flickenteppich“ von Regeln beizutragen. „Es wird zu diskutieren sein, ob und wie diese Haltung vor dem Hintergrund des gestrigen Beschlusses der Konferenz des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsidenten „Kurs halten und vorsichtig bleiben“ mit Blick auf die aktuelle Entwicklung zu werten ist.