Duales Studium an der CBS in Neuss Unternehmen stellen sich klimapolitischen Fragen von Schülern

Neuss · Schüler konnten diese Woche verschiedenen Unternehmen klimapolitische Fragen stellen – und so Einblicke in ein duales Studium erhalten.

 Sven Hardersen, Standortleiter der CBS International Business School, mit Unternehmensvertretern und Schülern bei der Veranstaltung „Duales Studium - unverpackt“.

Sven Hardersen, Standortleiter der CBS International Business School, mit Unternehmensvertretern und Schülern bei der Veranstaltung „Duales Studium - unverpackt“.

Foto: Andreas Woitschützke

Die Flut im Ahrtal, Hitzewellen im Sommer, schmelzende Gletscher in den Alpen: Die Folgen der Klimakrise sind spürbar. Wie Lützerath zeigt, machen sich insbesondere Jugenliche und junge Erwachsene Sorgen um die Umwelt. Doch auch Unternehmen wollen in Anbetracht der globalen Klimakrise in Sachen Nachhaltigkeit immer mehr aufrüsten. Um Schüler und Unternehmen hinsichtlich dessen zu vereinen, hatte die CBS International Business School jetzt einen Raum geschaffen, in dem sich beide Parteien zum Thema Nachhaltigkeit untereinander austauschen konnten.

Die Studienorientierungsveranstaltung „Duales Studium – unverpackt!“ fand in Zusammenarbeit mit dem Nelly-Sachs-Gymnasium sowie mit der Gesamtschule Norf statt. Aber auch andere Interessierte konnten sich zu dem Event anmelden – erschienen sind insgesamt 25 Schüler. Eingeladen waren zudem die Unternehmen Expeditors, Medtronic, Mitsubishi und QVC, die mit der privaten Hochschule in Neuss kooperieren.

„Im Grunde geht es darum, dass wir hier für den Rhein-Kreis Neuss Schulen und Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit interessieren, zusammen bringen“, fasst Sven Hardersen, Standortleiter der CBS International Business School in Neuss, das Ziel der Veranstaltung zusammen. Im Gespräch mit den Schülern stellten die jeweiligen Firmen vor, wie sie intern Nachhaltigkeitsthemen umsetzen und wie sich Studenten diesbezüglich einbringen können. So seien unter anderem sogenannte „Green Teams“ möglich, die sich für „grüne Themen“ wie zum Beispiel den Bau von Elektroladesäulen engagieren können. „Genau das fanden die Schüler spannend: dass man direkt mitarbeiten kann“, so Hardersen.

Bei den Gesprächen entschieden sich die Schüler für zwei Unternehmen, die sie anhand eines Leitfaden interviewten. Einige seien sehr gut vorbereitet gewesen, haben herausfordernde Fragen gestellt, meint Hardersen. Auch Maren Kissing, Sustainable Solutions Graduate der Mitsubishi Chemical Group, bestätigt: „Ihr habt gute Fragen gestellt, das hätte ich echt nicht gedacht.“ „Das zeigt, dass die nächste Generation wichtig ist und sich eben auch für das Thema Nachhaltigkeit interessiert“, so Jörg Vollmann, Senior Business Unit Director Medical Surgical vom Medizintechnikunternehmen Medtronic.

In der finalen Feedbackrunde lies sich feststellen, dass die Freude an der Veranstaltung beidseitig war. „Wir haben sehr tiefe Einblicke in Berufsfelder bekommen. In der Schule wird man auf so etwas nicht vorbereitet, es sei denn, man macht ein Praktikum“, sagt Moritz Döring, Schüler der elften Jahrgangsstufe des Nelly-Sachs-Gymnasiums. „Mir hat es gefallen, auch mal mit ein paar Unternehmen zu reden und ein paar Infos zu sammeln“, so auch Kristina Klos, ebenfalls Elftklässlerin.

Für welchen Studiengang sie sich interessieren, konnten einige der Schüler noch nicht sagen. Möglich wäre es, an der CBS International Business School die Fächer Wirtschaftsingenieurwesen, General Management und Logistik- beziehungsweise Handelsmanagement zu studieren, in denen die dualen Studierenden passend in ihrem jeweiligen Bereich zum Thema Nachhaltigkeit geschult werden.

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