Umwelttag im Moerser Streichelzoo

Information und Aktion in Moers : Umwelttag im Moerser Streichelzoo

Zum vierten Mal informieren Vereine, Firmen und Verbände und rund um Natur und Umwelt.

Die Bewegung Fridays for Future sei wichtig, mit ihrer Radikalität schieße sie aber manchmal übers Ziel hinaus, findet Guido Lohmannn. „Es gibt keine einfachen Lösungen“, sagte der Volksbank-Chef am Donnerstag. „Wir brauchen einen Konsens, um Umweltfragen in die Bevölkerung tragen zu können.“ Bei der Konsensbildung mag der Moerser Umwelttag helfen, der am Sonntag, 8. September, am Streichelzoo im Freizeitpark zum vierten Mal stattfindet – erneut mit Unterstützung der Volksbank Niederrhein.

Wie immer geht es darum, junge und alte Menschen auf unterhaltsame Weise über Umweltthemen zu informieren. Am Stand der Rollenden Waldschule geht es zum Beispiel um Wildtiere, die in und um Moers leben, Falkner stellen Adler, Habicht und Bussard vor, der Nabu berichtet unter anderem über Amphibien und Fledermäsue, der BUND stellt „Insektenschutz vor Ort“ vor. Mit dabei sind auch Stadt, Enni, die Lineg und weitere Einrichtungen, Verbände und Vereine. Nicht zu vergessen den Hegering Moers, der Bläser mitbringt und den „Hörnerklang in Feld und Flur“ vorführt. Wer die insgesamt 17 Stände abschreitet und eine Teilnahmekarte abstempeln lässt, kann bei einer Verlosung unter anderem eine Ballonfahrt gewinnen.

Im Jahr 2015 haben Teilnehmer des Umwelttags den Runden Tisch Umwelt Moers gegründet. Zusammen mit der Volkshochschule organisiert er erstmals eine Ausstellung. Sie wird am 10. September unter dem Titel „Urban Gardening“ im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungzentrum eröffnet. „Wir zeigen, wie man in der Stadt grüne Nischen für Insekten und Tiere schaffen kann“, sagte Tim Schulz vom Runden Tisch. Die Akteure des Runden Tisches und des Umwelttags registrieren ein steigendes Interesse an Umweltthemen. „Die Gewässererkundung für Kinder mit unserer Umweltpädagogin sind stark gefragt“, sagte beispielsweise Elke Wimmer von der Lineg. Stefan Oppermann vom Fachdienst Grünflächen und Umwelt der Stadt berichtete, dass Moerser angeboten haben, Bäume zu spenden, nachdem die Stadt berichtet hatte, dass im vergangenen Jahr 200 städtische Bäume abgestorben seien.

Das Baumsterben ist wohl Folge des Klimawandels. Wer an ihm zweifelt, sollte sich vielleicht mal mit dem Moerser Feuerwehrchef Christoph Rudolph unterhalten. „Was den Katastrophenschutz angeht, sind wir schon mitten in der Klimakatstrophe“, sagte er. „Das was früher Jahrhundertregen und Jahrhundertsturm hieß, haben wir mittlerweile in jedem Jahr.“

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