SPD will Reinigung von Schulen und Kitas in Moers wieder in städtische Hände geben

Parteien in Moers : SPD: Reinigung von Schulen wieder in städtische Hände legen

Schulen und Kindergärten der Stadt sollen wieder von städtischen Kräften gereinigt werden, statt von beauftragten Firmen. Das schlägt die SPD vor. Stadtverbandsvorsitzender Harald Hüskes zieht das Beispiel der Stadt Erkrath heran, wo es nach einer Rückkehr zur „Kommunalisierung“ der Reinigung in den Einrichtungen deutlich sauberer geworden sei.

Zudem sieht die SPD ein Problem in der Bezahlung der Firmen-Beschäftigten. „Auf dem privaten Markt werden Frauen meist zeitlich und körperlich für ein Hungerlohn ausgebeutet“, sagt Hajo Schneider aus dem SPD-Vorstand. Die SPD-Fraktion will das Thema an ihre Bündnis-Partner Grüne und Grafschafter herantragen. „Angesicht der prekären Haushaltslage der Stadt Moers war die Privatisierung seinerzeit ein notwendiger Schritt. Jetzt zeigen andere, dass sich eine Rekommunalisierung auch rechnet“, sagt Fraktionschef Atilla Cikoglu.

Auch in Moers gibt es Klagen darüber, dass die beauftragten Firmen schlecht arbeiten. Das Zentrale Gebäudemanagement hat Befürchtungen geäußert, dass wegen der mangelhaft geputzten Gebäude mittel- bis langfristig Kosten für Instandsetzungen entstehen. Die Stadt möchte eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Rates, des ZGM und der Verwaltung einsetzen, um mögliche Schritte zu erörtern. Der vor ein paar Jahren gefasste Ratsbeschluss, die Reinigung preisgünstig auszulagern, könne nicht ohne weiteres zurückgenommen werden, hieß es im Juli vonseiten der Stadt. Die Einsparungen seien Teil des Haushaltssicherungskonzepts. Wer auf sie verzichten wolle, müsse Kompensationsmöglichkeiten aufzeigen.

196 Reinigungskräfte waren 2012 bei der Stadt eingestellt, jetzt sind es 130, bis 2021 sollen es 100 sein. Insgesamt will die Stadt dadurch 600.000 Euro weniger ausgeben.

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