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Totes Pferd beim Trabrennen: Peta fordert Untersuchungen in in Mönchengladbach

Totes Pferd beim Trabrennen in Mönchengladbach : Peta fordert Untersuchungen vom Veterinäramt

Am vergangenen Renntag musste auf der Trabrennbahn in Mönchengladbach ein Pferd eingeschläfert werden. Nun hat sich die Tierrechtsorganisation Peta eingeschaltet und das zuständige Veterinäramt kontaktiert. Was sie fordert und wie es weitergeht.

Nach der Tragödie am vergangenen Renntag auf der Trabrennbahn an der Niersbrücke, hat sich nun die Tierrechtsorganisation Peta eingeschaltet und das zuständige Veterinäramt in Mönchengladbach aufgefordert, Untersuchungen einzuleiten. „Wir haben Meldungen mehrerer Zuschauer bekommen: Diesen Berichten zufolge wurde der Tod des Pferdes durch fahrlässiges Verhalten ausgelöst“, sagt Peter Höffken, Fachreferent bei Peta.

Am Sonntag (20. Februar) kam es im siebten Rennen des Tages zu einem Sturz, an dem mehrere Fahrer und Pferde beteiligt waren. Fahrer Jochen Holzschuh trug schwere Prellungen davon, sein Pferd – das nach Schilderung der Verantwortlichen in Folge des Zusammenstoßes führerlos loslief und nach einiger Zeit mit dem Startwagen kollidierte – musste aufgrund eines irreparabel gebrochenen Beines vor Ort eingeschläfert werden.

In einem Statement auf Facebook und auf Nachfrage unserer Redaktion sprach Elmar Eßer, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Rheinischen Trabrennsports, von einem tragischen Unfall. Vor Ort hätten aber alle vorgeschriebenen Hilfsmaßnahmen gegriffen. Auch der Hauptverband für Traberzucht sprach auf Anfrage von einem Unfall, der bei einem Hochgeschwindigkeitssport mit Pferden vorkommen kann, glücklicherweise aber die absolute Ausnahme darstellt.

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Aus den Meldungen der Zuschauer, die sich nach dem Rennwochenende bei Peta gemeldet haben, geht nach Ansicht der Tierrechtsorganisation aber ein anderes Bild hervor. Dort wird von einem Fehlverhalten der Verantwortlichen gesprochen, da zum Beispiel das Startauto zu lange auf dem Hauptgeläuf verblieben sein soll. Auch die Leitplanken an der Innenbahn der Mönchengladbacher Trabrennbahn sollen bei dem Vorfall eine Rolle gespielt haben.

Am vergangenen Dienstag habe Peta deshalb nach eigenen Angaben das zuständige Veterinäramt in Mönchengladbach aufgefordert, die genauen Todesumstände des Pferdes zu untersuchen und ein Verfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Dazu sollen auch die Rennvideos durch das Veterinäramt sichergestellt und ausgewertet werden. „Anders als sonst üblich wurden Rennvideos nicht online gestellt – zudem wurde der Todesfall nicht in den Rennberichten erwähnt“, gab Peta an.