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Handball-Oberliga: TV Lobberich festigt Platz zwei, Rheydter TV verliert

Rheydter-Coach Greinert verärgert : „Wir waren in der ersten Halbzeit sechs Tore dümmer“

Nach der 20:30-Pleite des Rheydter TV beim TV Witzhelden ärgert sich Coach Janosch Greinert vor allem über den ersten Durchgang. Die Damen des TV Lobberich festigen mit einem Sieg gegen den Turnverein Biefang hingegen Tabellenplatz zwei.

Die Handballerinnen des Rheydter TV sind in der Oberliga beim TV Witzhelden unter die Räder gekommen und verloren deutlich mit 20:30 (10:16). Allerdings ist diese Niederlage eindeutig zu hoch ausgefallen und spiegelt die eigentlich gute Leistung des RTV in keiner Weise wieder. Gegen die spielerisch und körperlich überlegenen Gastgeberinnen wehrte sich Rheydt mehr als tapfer und konnte die Partie zunächst auch absolut ausgeglichen gestalten. In der Deckung wurde um jeden Ball gekämpft und im Angriff spielte man sich immer wieder beste Einwurfmöglichkeiten heraus, die dann allerdings zum eigenen Leidwesen nicht verwertet wurden. Leider produzierten die Gäste auch immer wieder technische Fehler, die von Witzhelden stets mit erfolgreich vorgetragenen Tempogegenstößen bestraft wurden. Dieses Manko war dann letztlich auch der Grund für den hohen 10:16-Rückstand zum Pausenpfiff.

Rheydt bewies nach dem Seitenwechsel jedoch eine tolle Moral, gab sich keineswegs verloren und kämpfte sich bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 16:19 heran. Zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft auf einem guten Weg und das Spiel noch zu drehen erschien nicht unwahrscheinlich. Ein paar Minuten blieb der relativ knappe Rückstand noch bestehen, ehe bei den Gästen alle Dämme brachen. In der Schlussphase häuften sich die Fehler wieder und binnen fünf Minuten kassierte der RTV sechs Gegentreffer. Es waren gerade die erfahrenen Spielerinnen, die völlig kopflos wirkten.

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Ähnlich war es bereits in der Vorwoche, als der Erfolg gegen das Schlusslicht GSG Duisburg beinahe noch aus den Händen gegeben wurde. „Wenn ich alleine die erste Halbzeit betrachte, war Witzhelden nicht sechs Tore besser, sondern wir sechs Tore dümmer“, ärgerte sich der Rheydter Trainer Janosch Greinert. „Mittlerweile haben wir auch junge Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft in den Kader integriert und denen möchte ich ein großes Kompliment machen. Sie haben sich wirklich gut eingebracht, auch wenn eine gewisse Nervosität nicht zu übersehen war, allerdings war überhaupt kein Leistungsabfall zu erkennen, als sie eingewechselt wurden.“
Die besten Torschützinnen des RTV waren Ristau (5) und Bautz (4).

Deutlich besser lief es dagegen für den TV Lobberich, der mit einem 24:15 (11:9)-Erfolg gegen den TV Biefang seinen zweiten Tabellenplatz untermauerte. Dabei waren die Vorzeichen nicht gerade ideal, denn die Gastgeberinnen mussten mit Katharina Weis, Pauline Sirries und Nadine Elsen gleich auf drei Stammspielerinnen verzichten. Außerdem war kurz vor dem Anpfiff erst klar geworden, dass Anna Cremers mitwirken konnte, wenn auch nur sporadisch. Dafür halfen mit Pia Klein und Johanna Orbon zwei Spielerinnen aus der eigenen Zweitgarnitur aus, beide konnten nur einmal mit dem Team zusammen trainieren. „Beide haben ihre Sache sowohl in der Abwehr als auch im Angriff richtig gut gemacht“, freute sich der Lobbericher Trainer André Riesz nach der Begegnung. Dennoch fehlte zunächst der eigentliche Spielfluss. Die Abwehr dagegen war von der ersten Sekunde an im Bilde und konnte sich auf die stark aufspielende Torhüterin Hannah Glasmachers verlassen. Manko waren insgesamt 15 Fehlwürfe im ersten Spielabschnitt.

In der zweiten Halbzeit lief es dann deutlich besser: Annika Bühning bekam ihre Chance im Tor und machte ihre Sache sogar noch besser als Glasmachers. „Einfach unglaublich, was Annika heute gehalten hat. Sie hat den Gegner mit ihren Paraden mehrfach zur Verzweiflung gebracht“, so Riesz. Jetzt lief auch das Umschaltspiel besser und es wurden viele der sogenannten einfachen Tore durch Tempogegenstöße erzielt. Hinzu kam noch eine deutliche Steigerung in der Chancenverwertung, sodass Biefang nicht mehr den Hauch einer Chance hatte und nur noch zu sechs Torerfolgen kam. „Unser Ziel ist der zweite Tabellenplatz“, fordert der Lobbericher Trainer. „Und wenn wir so spielen, wie in den letzten Wochen, werden wir es auch schaffen.“
TVL-Torschützinnen: M. Ensen (7), Inkmann (5), Kössl (3), Nebel (3/2), Orbon, Cremers (je 2), Otten und Fenkes.