Giesenkirchen kann bei einem Sieg den Meistersekt kaltstellen

Fußball : Paffraths Paraden sind schon Freitagabend gefragt

Mit Bezirksliga-Spitzenreiter DJK/VfL Giesenkirchen empfängt der Torwart am Freitagabend Grefrath. Am selben Abend spielt der Rheydter SV gegen Schwafheim, es folgen Kleinenbroich gegen Tönisberg, Lürrip gegen Dülken und Mennrath gegen Dilkrath.

Torhüter und Linksaußen gelten gemeinhin als etwas verrückter als der Rest ihres Teams. Dies gilt auch für die beiden Giesenkirchener Torhüter Christoph Paffrath und André Lorse – aber nur im positiven Sinne, wie  Erhan Kuralay, einer der beiden Giesenkirchener Trainer, verrät.

Für den 28-jährigen Paffrath ist Giesenkirchen die vierte Station. Von der Reserve des 1. FC Mönchengladbach (Bezirksliga) über den Rheydter SV (Landesliga) und den VfB Korschenbroich (Kreisliga A) hütet er nun in der zweiten Spielzeit das Gehäuse des aktuellen Spitzenreiters der Bezirksliga. Bis zum 19. Spieltag war er die Nummer Eins, dann erlitt er einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk, der ihn für etliche Spiele außer Gefecht setzte.

Für ihn sprang Lorse ein, der sich in Giesenkirchen eigentlich nur fit halten wollte, da er beruflich sehr eingespannt ist. Trotz alledem stand er nach der Verletzung des Stammkeepers zur Verfügung und machte seine Sache ebenso gut wie die Nummer Eins. Wahrscheinlich hätte er bis zum Saisonende das Tor gehütet, aber ein Kreuzbandriss, den er im Spiel gegen den TDFV Viersen erlitt, machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Notgedrungen musste also wieder Paffrath, der sich eigentlich noch im Aufbautraining befand, erneut zwischen die Pfosten.

„Beide sind absolute Teamplayer, die sich für nichts zu schade sind“, sagt Kuralay. „Sie ordnen sich ein, und noch wichtiger, sie identifizieren sich mit dem Verein. Paffrath verzichtet mal auf das Torhütertraining und macht stattdessen die Übungen der Feldspieler mit. Lorse haben wir zum Spiel gegen den 1. FC Viersen aus München einfliegen lassen“, erzählt Kuralay.

Paffrath kommt laut fupa-Datenbank seit der Saison 2012/13 auf insgesamt 145 Spiele, Lorse im selben Zeitraum nur auf 21. Aktuell stehen sie sich aber in nichts nach. Paffrath hat in den bisherigen 21 Saisonspielen nur 20 Gegentore kassiert, Lorse musste in elf Spielen nur achtmal den Ball aus dem Netz holen. Bereits in einem Dutzend Spielen stand die ominöse Null. Paffrath hielt in sieben Partien seinen Kasten sauber, Lorse in sechs. Kein Rechenfehler, denn gegen den TDFV standen beide beim 2:0-Erfolg im Kasten. Insgesamt kassierte Giesenkirchen in dieser Spielzeit in 31 Partien nur 28 Gegentore, was der Bestwert ist. Nur Repelen kann bei 33 Gegentoren in etwa das gleiche Niveau vorweisen.

Bereits am Freitag sind die Paraden von Paffrath gegen den SSV Grefrath erneut gefragt, um bei einem Sieg den Meisterschaftssekt zumindest schon mal kaltstellen zu können. Ebenfalls am Freitag spielt der Tabellenfünfte Rheydter SV gegen Schwafheim und hofft bei eigenem Erfolg auf die Schützenhilfe der Kleinenbroicher, die den Tabellenvierten Tönisberg empfangen. Auswärts antreten werden Lürrip beim Dülkener FC und Mennrath in Dilkrath.

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