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Mönchengladbach Awo-Kurse in Mönchengladbachlaufen wieder an

Familienbildungswerke : Awo-Kurse laufen wieder an

Die Familienbildungswerke der Awo in Mönchengladbach sind wieder mit den ersten Kursen gestartet. Die Angebote, die bisher ausgesetzt wurden, sollen bis in die Sommerferien hinein nachgeholt werden.

 Die Nachricht kam etwas überraschend. Anfang Mai hatte die NRW Landesregierung mitgeteilt, dass unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen der Betrieb an den Familienbildungswerken der Awo in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss wieder aufgenommen werden kann. Das Team hat sich ins Zeug gelegt und ein Konzept erarbeitet, um zumindest einige der unterbrochenen Semesterkurse wieder starten zu können.

Die Auflagen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus beinhalten unter anderem, 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Menschen und fünf Quadratmeter Raumfläche pro Person. „Manche Kurse sind deshalb in die Begegnungsstätte „Awo-Eck“ verlegt worden, weil wir dort mehr Platz haben. Oder sie sind aufgeteilt worden und finden zu zwei unterschiedlichen Zeiten statt, damit wir die Sicherheitsstandards gewährleisten können“, sagt Anni Opitz von den  Awo-Familienbildungswerken. Viele Kurse könnten oder seien inzwischen bereits wieder angelaufen.

Das Kollegium hat nicht nur jede Menge Desinfektionsmittel bestellt, sondern alle Teilnehmenden persönlich angerufen, um ihnen mitzuteilen, dass die im laufenden Semester geplanten Veranstaltungen zum großen Teil wieder aufgenommen werden dürfen. „Viele freuen sich. endlich mal wieder Abwechslung zu haben und einen kleinen Schritt in Richtung Normalität gehen zu dürfen“, sagt Opitz. Wenige wollten wegen Vorerkrankungen oder aus Vorsicht auf die gebuchten Kurse verzichten. 19 Angebote der Familienbildungswerke laufen seit Beginn der Corona-Restriktionen digital und werden nun bis zum Semesterende so fortgesetzt.

Die Lernförderung, das Nachhilfeangebot der Awo, könne nach wie vor nur als Einzelunterricht und in vielen Fällen ausschließlich digital stattfinden. teilt die Einrichtung mit. Dadurch, dass die Kinder nur tageweise in der Schule sind, sei das Gruppenangebot kaum realisierbar. Die Nachhilfe in Einzel- oder Gruppenstunden könnten finanzschwache Familien über das Bildungs- und Teilhabepaket abrechnen. „Es gibt viele Kinder, denen keine mobilen Endgeräte zur Verfügung stehen, um schulische Inhalte digital zu bearbeiten. Oder die Eltern benötigen Laptop, Tablet oder Smartphone, um selber arbeiten zu können. Diese Familien sind komplett abgehängt. Das darf im Jahr 2020 nicht sein“, sagt Mitarbeiterin Zineb Ounaceur.

Bisher ausgesetzte Kurse würden größtenteils bis in die Sommerferien hinein nachgeholt. Das Programmheft für das Herbst/Wintersemester 2020 steht ab Juni zur Verfügung. Es liegt in den Einrichtungen der Awo aus oder ist online unter www.awomg.de abrufbar.

(RP)