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Mönchengladbach: Ein Wiedersehen mit Oma im Container

Familien in Mönchengladbach : Ein Wiedersehen mit Oma im Container

Aufgrund der Kontaktsperre konnten sich Altenheimbewohner und Angehörige über Wochen nicht sehen. An sieben städtischen Altenheimen steht jetzt eine „Vertellbud“, die ein Treffen der Bewohner mit ihren Angehörigen trotz Kontaktsperre ermöglicht.

Wegen der strengen Kontaktsperre haben sich viele Enkel und Großeltern schon lange nicht mehr treffen können. Eine „Vertellbud“ macht Begegnungen zwischen Jung und Alt wieder möglich. Die Sozial-Holding hat an sieben städtischen Altenheimen mit mehr als 600 Bewohnerinnen und Bewohnern Besuchscontainer aufgestellt.

Auch wenn das Besuchsverbot für Altenheime immer noch aus guten Gründen gültig ist, hat die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach jetzt eine rechtlich zulässige und absolut sichere Möglichkeit zur Begegnung zwischen Seniorenheimbewohnern und Angehörigen geschaffen. In der „Vertellbud“ mit separaten Eingängen für Bewohner und Besucher sowie zwei durch eine Plexiglasscheibe getrennte Räumen, können Oma und Opa ihre Angehörigen wieder sehen und sprechen. Begleitet werden die 20-minütigen Besuche, die täglich von 9 bis 18 Uhr möglich sind, von jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Nach jedem Besuch wird die „Vertellbud“ desinfiziert. Spontanbesuche sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Angehörige, die einen Besuchstermin vereinbaren möchten, werden gebeten, sich über die ihnen bekannte Corona-Hotline bei der jeweiligen Einrichtung zu melden. Spontanbesuche sind nicht möglich, wie die Sozial-Holding mitteilt.

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„Mit den Besuchscontainern haben wir für die Zeit des Betretungsverbots in unseren Einrichtungen eine gute Behelfslösung gefunden“, sagt Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding. „Nach wie vor ist es aber unser Ziel, so schnell wie irgend möglich normale und vertraute Besuchskontakte zu ermöglichen, sobald dies rechtlich zulässig und aus Sicht des Schutzes der Bewohner vertretbar ist.“

(RP)