Mönchengladbacherin fährt mit 2,5 Promille in Schlangenlinien durch Ratingen

2,5 Promille : Polizei stoppt erneut Gladbacher Promille-Fahrer

Die Autofahrerin war so betrunken, dass der Alkoholtest bei ihr erst beim siebten Mal gelang. Sie war vorher durch ihre Schlangenlinienfahrt aufgefallen.

Ihren Führerschein ist eine 43-jährige Mönchengladbacherin nach ihrer Tour durch Ratingen erst einmal los. Die Autofahrerin war aufgefallen, weil sie in gefährlichen Schlangenlinien fuhr. Einem geistesgegenwärtigen Zeugen ist es zu verdanken, dass die Polizei die alkoholisierte Frau am Sonntagnachmittag aus dem Verkehr ziehen konnte. Wie die Polizei am Montag mitteilte, fuhr die Mönchengladbacherin gegen 15.20 Uhr mit ihrem Mini-Cooper durch die Stadt in Richtung Auffahrt zur A 52. Hinter ihr war ein 31 Jahre alter Ratinger unterwegs. Er beobachtete, wie die Frau bei ihrer Schlangenlinien-Fahrt mehrfach in den Gegenverkehr geriet, so dass andere Verkehrsteilnehmer ausweichen mussten. Als die Mönchengladbacherin an einer roten Ampel anhielt, stieg der Ratinger aus seinem Auto aus und klopfte an die Fensterscheibe des Mini-Coopers, woraufhin die Frau ausstieg. Dabei sah der Mann, dass die Frau augenscheinlich unter Alkoholeinfluss stand. Er alarmierte die Polizei, die kurze Zeit später an der Kreuzung war. Die Beamten führten bei der Frau einen Alkoholtest durch. Aufgrund ihres Zustands klappte dies aber erst beim siebten Versuch. Auch zeigte sich die Frau den polizeilichen Maßnahmen gegenüber sehr uneinsichtig und bezeichnete diese als „überflüssiges Gewäsch“ sowie als „Frechheit“. Das Ergebnis des Atemalkoholtests: rund 2,5 Promille.

Die Folgen für die Gladbacherin: Sie musste mit zur Polizeiwache, wo ihr ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Außerdem stellten die Beamten ihren Führerschein sicher. Auf sie wartet nun eine Anzeige.

Schon ab 0,5 Promille im Blut lässt die Reaktionsfähigkeit nach. Mit zwei Promille im Alkohol im Blut gilt man als absolut fahruntüchtig. Es treten massive Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen auf. Lebensbedrohlich wird es ab 3,5 Promille. Dennoch setzte sich am vergangenen Donnerstag ein 50-jähriger Mönchengladbacher ans Steuer, der sage und schreibe 4,7 Promille Alkohol im Blut hatte. Er war am vergangenen Donnerstag auf einer Autobahn in Düsseldorf erwischt worden. Die Polizisten fanden mehrere Flaschen Schnaps in seinem Wagen. Ebenfalls rekordverdächtig: 4,5 Promille waren vor vier Jahren bei einem Autofahrer gemessen worden, der auf der Rheydter Straße einen Auffahrunfall verursacht hatte.

(gap)