Mönchengladbach: Seit Januar 2019 sieben Autos zerstört - Auf der Spur der Serien-Täter

Serientäter in Mönchengladbach : Die Spur der Autozerstörer

In Mönchengladbach gibt es eine unheimliche Serie der Verwüstung: Seit Beginn des Jahres wurden schon siebenmal zahlreiche Autos demoliert oder verbrannt. Die Polizei hat noch keine heiße Spur.

In den sozialen Netzwerken machen zurzeit viele Betroffene ihrem Ärger Luft: „Welche erbärmlichen, mentalen Synapsen muss man haben, um vier Autos mutwillig aufzubrechen, alles zu durchwühlen, Bug und Heck von meiner Karre zu demolieren, mein Frontnummernschild abzureißen und dieses, welches auch noch vollkommen demoliert wurde, in den Wagen meiner Nachbarin zu werfen...“, schreibt zum Beispiel ein Mitglied einer Odenkirchener Facebook-Gruppe.

In der Nacht zum Veilchendienstag sind in Mülfort und Odenkirchen 13 Autos demoliert worden. Alleine an der Korneliusstraße schlugen die Täter viermal zu, an der Schleestraße dreimal. Aus einem Wagen wurde eine Sonnenbrille gestohlen, aus einem anderen ein Navi. In einigen Fällen wurden die Handschuhfächer durchwühlt, aber offenbar ging es den Tätern in erster Linie darum, ihre Zerstörungswut auszutoben. Denn an allen Fahrzeugen wurden die Scheiben zertrümmert, an manchen noch mehr.

Die Route der Täter: Am Backeshof, Realschulstraße, Bruchstraße, Am Römerlager, Korneliusstraße, Kölner Straße, Schleestraße. Zumindest liegen hier die bislang bekannten Tatorte der letzten Zerstörungs-Tour.

Es war nicht die erste. Alleine in diesem Jahr wurden fünf Serientaten in Mülfort und Odenkirchen bekannt. In zwei Fällen blieb es bei einem einzelnen, in Band gesetzten Fahrzeug. Ansonsten wurden gleich acht bis 15 Autos beschädigt, einmal – in der Nacht zu Neujahr – waren es sogar über 100 zerkratzte Pkw. Einige Fahrzeughalter traf es gleich mehrfach. In der Gruppe „Du bist Odenkirchener, wenn...“ schreibt jemand, dass der Pkw seines Nachbarn in sieben Wochen zweimal demoliert und einmal Brand gesteckt worden sei.

Ob für alle zerstörten Autos in Odenkirchen und Mülfort ein und der selbe Täter oder die selbe Tätergruppe verantwortlich ist, kann die Polizei noch nicht sagen. Sie schließt dies aber auch nicht aus. Bis jetzt habe es noch keine Hinweise gegeben, die zu einer heißen Spur führen. „Tatverdächtige haben wir noch nicht“, bestätigt Polizeisprecherin Cornelia Weber.

Odenkirchener und Mülforter berichten, dass die Tatorte häufig unweit des Niers-Uferwegs lagen. Sie vermuten, dass sich die Auto-Demolierer zumindest zeitweise dort bewegten. Offen an der Straße parken, möchten viele nach den jüngsten Erfahrungen nicht mehr. Dass jedoch ein Garagenplatz nicht immer hilft, zeigen die Vorfälle in der Nacht zum 20. Januar. Da waren 15 Pkw aufgebrochen worden, die vorwiegend auf der Straßburger Allee, Burgstraße, Ruhrfelder Straße und Korneliusstraße geparkt waren. Aber es traf auch zwei Autos in einer Tiefgarage. Wie an allen anderen Fahrzeugen waren auch hier Scheiben eingeschlagen worden. Auch in diesem Fall war die Beute der Täter, wenn sie denn überhaupt eine machten, gering: Gestohlen wurden kleinere Geldbeträge, Werkzeug, Textilien und Dokumente.

Auch im aktuellen Fall bittet die Polizei wieder um sachdienliche Hinweise unter 02161 290.

Anmerkung der Redaktion: Normalerweise lassen wir Blaulicht-Meldungen nicht kommentieren. Dies hatten wir bei dieser Nachricht übersehen und nachträglich die Kommentierfunktion deaktiviert. Aus Transparenzgründen lassen wir die bisher veröffentlichten Kommentare in diesem Fall stehen.

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