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Fußball: Larus Gudmundsson mit mulmigen Gefühl im Flieger

Fußball : Larus Gudmundsson mit mulmigen Gefühl im Flieger

Die weiteste Anreise zum Budenzauber hatte der Isländer Larus Gudmundsson. Bereits am Freitag war er mit seiner Frau Åsa von Reykjavik nach Amsterdam geflogen. "Mir war schon mehr als mulmig, als das Flugzeug über Schottland in massive Turbulenzen geriet", berichtete er von den Auswirkungen, die Sturmtief Elon auf seine Anreise hatte.

Mit einem Leihwagen ging es von Amsterdam weiter nach Krefeld. Heute besucht Gudmundsson noch Freunde im belgischen Genk, wo er vor seiner Uerdinger Zeit gespielt hat. "Bitte sagt mir Bescheid, wenn ihr euch wieder trefft. Ich komme immer gerne nach Krefeld", waren die Abschiedsworte des Pokalsiegers von 1985.

"Die Stimme Deutschlands" als Hallensprecher

Professionell wie das Turnier selbst waren auch die Hallensprecher. Udo Knierim, der in Mönchengladbach geboren ist, ist seit Jahren Stadionsprecher bei Hertha BSC Berlin. Sein Kollege, Christian Stoll, ist Stadionsprecher bei den Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft und bei Werder Bremen.

Fans in Originaltrikots aus alten Zeiten

Nicht nur bei den Namen auf der Spielfläche des Königpalastes, auch bei den Trikotoutfits zahlreicher Besucher wurden Erinnerungen an die großen Uerdinger Erfolge wach. Man sah das Hellblau, in dem die Uerdinger beim 7:3 gegen Dresden Fußballgeschichte schrieben genauso, wie die die Namen der unterschiedlichen Bayermedikationen tragenden Jerseys der neunziger Jahre.

Funkel & Co. fühlten sich in Pinguine-Kabine wohl

Für die Uerdinger Legenden hatten die Eishockey-Cracks der Pinguine ihre Kabine gerne ausgeräumt. Geschäftsführer Robert Haake, der die Oldies als Team-Manager betreute, stellte dort den Fußballern alles bereit, was zu einer professionellen Betreuung gehört. "Das ist ja so toll wie in der Bundesliga", sagte Friedhelm Funkel. Der hatte den ehemaligen Uerdinger Betreuer Werner Sauer, mittlerweile 76 Jahre alt, reaktiviert, der die Trikots an den Plätzen der Spieler aufgehängt hatte. Auch Physiotherapeut Jos Beulen, der einst die Bundesliga-Profis des FC Bayer betreute, legte vor dem Turnier Hand an. Seine Tape-Verbände waren besonders gefragt. Bis auf ein paar Schürfwunden blieben die Oldies von Verletzungen verschont. Hinterher freuten sich alle auf ein kühles Bier, das für die dritte Halbzeit bereit stand.

Wiedersehen im kommenden Jahr

Uerdingens Legenden haben offenbar Blut geleckt. "Die Stimmung hier ist einfach fantastisch. Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Friedhelm Funkel vor dem ersten Halbfinale in der Talkrunde der Rheinischen Post mitten auf dem Spielfeld. Gleichzeitig gab er noch ein Versprechen ab: "Wir werden im nächsten Jahr wiederkommen", sagte Funkel. Einen Termin dazu gibt es auch schon: Der Budenzauber 2016 steigt am Samstag, 9. Januar.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Budenzauber: Ein sensationelles Fußballfest

(oli)