Krefeld: Simone Bolelli verstärkt den Bundesligisten HTC Blau-Weiß

Tennis-Bundesliga : Simone Bolelli verstärkt den Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld

Der 33-jährige Italiener ist die erste Neuverpflichtung für die Saison 2019. Teamchef Olaf Merkel plant noch mit weiteren Zugängen.

Noch müssen sich die hiesigen Tennisfans über ein halbes Jahr gedulden, ehe es im Krefelder Stadtwald wieder Weltklassetennis zu sehen gibt. Doch Bundesligist HTC Blau-Weiß präsentierte am Dienstag den ersten Appetithappen. Mit Simone Bolelli verpflichtete Teamchef Olaf Merkel einen Weltklassespieler. Der 33-jährige Italiener belegt aufgrund einer längeren Verletzungspause derzeit „nur“ Rang 146 der ATP-Rangliste, gilt aber ohne Zweifel als Top-100-Mann.

„Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, Simone in den Stadtwald zu holen“, sagt Merkel. Durch die freundschaftliche Verbundenheit zum Österreicher Jürgen Melzer konnte der Teamchef Kontakt zu Bolelli aufnehmen. Der Rechtshänder spielte im Vorjahr für den Bundesligisten Blau-Weiß Halle. Da der Klub aus Westfalen aber seine Meldung für 2019 zurückzog, gehörte Bolelli zur „Konkursmasse“. Auch der niederländische Topspieler Robin Haase spielte in Halle. Doch dessen Verpflichtung scheiterte an den finanziellen Vorstellungen des Spielers.

Bolelli ist eine Verstärkung für die Blau-Weißen, besonders im Doppel. Er gewann 2015 an der Seite seines Landsmannes Fabio Fognini bei den Australian Open das Finale und belegt aktuell Platz 96 der ATP-Doppel-Rangliste.

Olaf Merkel bastelt derzeit intensiv an der Zusammenstellung des Teams 2019. Weitere Verstärkungen sind geplant. Denn die Blau-Weißen, die in diesem Jahr die bisher beste Punktausbeute in Liga eins aufweisen konnten, wollen weiter eine gute Rolle spielen. Auch wenn mit Halle ein Titelanwärter nicht mehr zu den zehn Klubs zählt, ist die Konkurrenz nicht minder stark. Für die Westfalen ist Zweitligist Blau-Weiß Aachen nachgerückt.

Nicht mehr zum neuen Kader des HTC werden Inigo Cervantes, Maximo Gonzales, Ruben Ramirez Hidalo, Carlos Berlocq und Roberto Caballes Cabena gehören. Letzteren hätte Teamchef Merkel gerne behalten, doch die finanziellen Forderungen des Spaniers waren zu hoch.

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