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Die HSG Krefeld ist weiter ungeschlagen

Der Handball-Drittligist marschiert weiter Richtung Zweite Liga : Die HSG Krefeld ist weiter ungeschlagen

Gegen den TuS Spenge feierte der Handball-Drittligist einen 30:26-Heimsieg. Marcel Goerdern verletzt.

Im letzten Heimspiel des Jahres feierte die HSG Krefeld vor 686 Zuschauern in der Glockenspitzhalle einen verdienten 30:26 (14:12)-Sieg. Zu Beginn zeigten sich die Hausherren hochkonzentriert und gingen durch Kevin-Christopher Brüren, Tim Gentges und Marcel Goerden gleich mit 3:0 in Führung. Danach aber legte der Aufsteiger zu und gestaltete das Spiel ausgeglichen. In der 18. Minute ging der bis dahin starke Goerden mit einer Fußverletzung vom Feld und wurde durch Gerrit Kuhfuß am Kreis ersetzt.

Die Eagles spielten variabel und trafen über verschiedene Positionen. Lediglich über Rechtsaußen fielen in der ersten Halbzeit keine Tore. Seinen einzigen Treffer vor der Pause erzielte Karl Roosna nicht von seiner eigentlichen Position, sondern nach eigener Balleroberung im Tempogegenstoß. Die Eagles wechselten viel und brachten schon vor der Pause fast ihre gesamte Bank ins Spiel. „Ich wollte das Tempo hoch halten und Spenge mit seiner kurzen Bank müde machen. Das hat aber nicht geklappt, denn sie haben es clever gemacht“, sagte Trainer Ronny Rogawska. Die Eagles kontrollierten trotzdem weitgehend das Geschehen, ohne zu glänzen und gingen mit 14:12 in die Halbzeit

Max Jäger, der in Durchgang Nummer zwei Stefan Nippes im Tor ablöste, hielt gleich einen Siebenmeter. Auch Marcel Goerden war nun, leicht angeschlagen, in der Abwehr wieder dabei. Zunächst aber gelang Spenge der 15:15-Ausgleich. Beeindruckend war dann das 16:16 durch ex-Bundesliga-Profi Oliver Tesche. Von Karl Roosna gehalten drehte er sich einfach, ließ den Krefelder wie eine lästige Fliege davonfliegen und verwandelte mit einem knallharten Wurf ins Eck.

Die Eagles legten jetzt aber zu und der Kräfteverschleiß beim Gast machte sich zunehmend bemerkbar. So zogen die Hausherren ab der 40. Minute auf 24:19 davon. Ganz stark agierte speziell in dieser Phase Gerrit Kuhfuß mit einigen hervorragenden Toren. Er wurde auch zum Topspieler erkoren. In der 49. Minute verkürzte sich die Bank der Gäste dann noch mehr, als Justus Aufderheide seine dritte Strafzeit bekam und damit des Feldes verwiesen wurde.

Entsprechend sicher spielten die kräftemäßig überlegenen Hausherren in den letzten zehn Minuten das Spiel herunter. Am Ende stand ein ungefährdeter 30:26-Erfolg. Damit bleiben die Schwarz-Gelben in der dritten Liga West das Maß aller Dinge, zumal Konkurrent SGSH Dragons bei den Bergischen Panthern einen Punkt verlor und nun bereits vier Punkte zurück liegt.

„Wir freuen uns, das letzte Heimspiel des Jahres gewonnen zu haben. Spenge war ein cleverer Gegner und es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Rogawska. Tumulte nach der Schlusssirene wollten beide Trainer nicht zu hoch hängen. Max Jäger war in der letzten Aktion von einem Ball voll im Gesicht getroffen worden. Darauf hatten sich die Krefelder beschwert und die frustrierten Gäste, allen voran Tesch, waren hinzu geeilt und hatten für eine Rudelbildung gesorgt.

HSG: Nippes, Jäger – Schiffmann (1), Woestmann, Goerden (4), Roosna (3), Vonnahme (1), Gentges (5), Kuhfuß (5), Liesebach, Hansen, Zimmermann (6/4), Ciupinski (2), Brüren (2), Jagieniak (1).