Krefeld: Klare Siege für Ali Rami und Alpay Yaman im Kaya Plaza

Boxabend im Kaya Plaza : Klare Siege für Ali Rami und Alpay Yaman

Die beiden Boxer lassen bei der Kampfnacht im Kaya Plaza nichts anbrennen und zeigen sich gerüstet für die kommenden Aufgaben.

Der Kempener Boxer Ali Rami hat seine Siegesserie und beeindruckende Knock-out-Quote fortgesetzt. Gegen den aus Essen stammenden Dominik Tietz benötigte „der boxende Friseur“ im Cruisergewicht genau drei Runden, um seinen 13. K.o.-Sieg feiern zu dürfen. Auch sein Vereinskollege Alpay Yaman jubelte nach dem Kampf über einen Sieg gegen Stephane Tschamba - bis es soweit war, musste er aber eine ganze Menge Arbeit investieren. Nichtsdestotrotz: Beide Boxer zeigten sich gut gewappnet für die kommenden Aufgaben, die spätestens am 30. November auf sie zukommen sollen. Laut Veranstalter Klaus Waschkewitz ist ein Kampfabend für den 30. November in der Yayla-Arena geplant; die Verantwortlichen der Arena haben die Veranstaltung allerdings bislang noch nicht bestätigt.

Alpay Yaman legte in seinem Kampf ein hohes Tempo vor und kam nach gut einer Minute zu ersten Wirkungstreffern. Sein Gegenüber indes erwies sich als hart im Nehmen, ließ sich davon noch nicht beeindrucken. In der dritten Runde schien das Feuerwerk an Schlägen allmählich Wirkung zu zeigen. Immer wieder kam der Krefelder zu klaren Treffern. Tschamba ließ die Deckung häufig hängen. Auch in der vierten Runde blieb Yaman am Ball, schaffte es sogar, seinem Gegner den Mundschutz aus dem Gesicht zu schlagen. Gegen Ende schien es auf einen K.o. hinauszulaufen, doch Tschampa rettete letztlich der Gong. In der fünften Runde machte das hohe Tempo beiden zuhends zu schaffen. Yaman landete immer wieder gute Treffer am Kopf, doch sein Gegner berappelte sich stets. Das schien sich in der sechsten Runde zu rächen, als Tschamba plötzlich aufdrehte und seine Chance witterte. Yaman konterte, versuchte, mit Aufwärtshaken dagegen zu halten. So ging es in die achte Runde, und weiterhin gaben beide Boxer noch einmal ihr möglichstes - mit Vorteilen für Yaman, den letztlich auch die Punktrichter anerkannten - Punktsieg für Yaman, viel Beifall für den unterlegenen Stephane Tschamba, der sich gut verkauft hatte.

Alpay Yaman musste gegen Stephane Tschamba über die volle Distanz. Foto: Tamer Celik

Im Top-Kampf des Abends stand dann schließlich Ali Rami im Ring. Der Kempener, in Kuwait City geboren und im Libanon aufgewachsen,  ließ es langsam angehen, stand sicher in der Deckung und machte gemächlich Druck gegen  den 17 Jahre jüngeren Dominik Tietz. Der Essener setzte auf viel Bewegung, um den harten Schlägen möglichst aus dem Weg zu gehen. Dennoch kam Rami ein ums anderen Mal durch, insbesondere mit seiner Spezialität, dem Leberhaken. In der dritten Runde drehte Rami auf und trieb seinen Gegner vor sich her. dabei landete er immer wieder gute Treffer zum Kopf und variierte gut. Mitte der dritten Runde schienen auch die harten Körpertreffer Wirkung zu zeigen, und nach einem harten Schlag auf die Milz musste Tietz zum ersten Mal auf die Knie. Der Treffer zeigte gleich doppelt Wirkung, denn Tietz präsentierte sich durchaus beeindruckt von den harten Schlägen. Gegen Ende der dritten Runde ging es dann für ihn erneut zu Boden, der Gong rettet ihn noch in die Pause. Es sollte aber dennoch die letzte Aktion bleiben. Nach einem Besuch der Ringärztin folgte schließlich die Aufgabe des jungen Esseners - der 13. Knock-out im 14. Profikampf von Ali Rami war somit perfekt.

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