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KFC Uerdingen: Gelingt in Zwickau der erste Saisonsieg?

Die Abwehr ist gefordert : Gelingt in Zwickau der erste Saisonsieg?

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen trifft am Samstag in Westsachsen auf eine eingespielte Mannschaft, deren Dreh- und Angelpunkt Routinier Ronny König ist. Abwehrspieler Edvinas Girdvainis nicht rechtzeitig aus Litauen zurück.

Vier Spieltage sind bisher in der Dritten Liga absolviert und auf der Habenseite beim KFC stehen zwei Punkte. Zu wenig. Eine Feststellung, der auch Trainer Stefan Krämer nicht widerspricht. „Ja, uns fehlen Siege“, sagt der  Übungsleiter. Dabei ist Krämer mit dem, was seine Mannschaft bis zum Strafraum abliefert, keinesfalls unzufrieden. Gegen Bayern München II, die am dritten Spieltag Meisterschaftsfavorit Dynamo Dresden glatt mit 3:0 besiegten und in Musiala einen Erstligaspieler in ihren Reihen hatte, agierte der KFC in seinem Heimspiel mindestens auf Augenhöhe.

Die nächste Gelegenheit, den ersten Saisonsieg einzufahren, bietet sich am heutigen Samstag, wenn der KFC um 14 Uhr beim FSV Zwickau gastiert. Kein leichtes Unterfangen, belegen die Westsachsen doch – punkt- und torgleich mit Viktoria Köln – den fünften Tabellenplatz. Und setzten am Montagabend mit dem 2:0 Auswärtserfolg im Ostderby beim Halleschen FC ein echtes Ausrufezeichen.

„Die Partie haben wir uns im Trainerstab natürlich angesehen“, berichtet Krämer von der Spielvorbereitung. Dabei sahen die Uerdinger Trainer eine sehr kompakt stehende Mannschaft, die im 3-5-2-System spielt. „Eine Stärke von Zwickau ist, dass sie in weiten Teilen schon seit Jahren so zusammen spielen“, führt Krämer weiter aus. Dreh- und Angelpunkt des Zwickauer Angriffsspiels ist Ronny König. In Zwickau geht der bullige Mittelstürmer – mittlerweile 37 Jahre alt – in seine bereits fünfte Spielzeit. 45 Tore in 148 Spielen für Zwickau sollten der Uerdinger Abwehr Warnung genug sein. Allerdings zeigte sich die zuletzt recht stabil. Da wird Krämer nichts ändern, zumal Defensivspieler Edvinas Girdvainis erst heute von seinen Länderspieleinsätzen für Litauen zurückkehrt, folglich nicht die gestrige Reise nach Zwickau mit antreten konnte.

Nicht mit im Bus saß auch der jüngste KFC-Neuzugang Patrick Göbel. „Ja, es hätte schon etwas gehabt, ihn, der er auch lange in Zwickau gespielt hat, mitzunehmen“, berichtet Krämer von seinem Gedanken, den er ob des Trainingsrückstandes des 27-jährigen dann doch verwarf.

Unter der Woche sah es so aus, dass die Partie in Zwickau mit einer gewissen Anzahl an Zuschauern würde ausgetragen werden können. „Von den 8.000 in Rostock waren zwar 7.999 gegen uns. Doch das ist mir alle Mal lieber als Totenstille“, freute sich Krämer auf zu mindestens in Teilen gefüllte Ränge. Doch dann verfügte der Landkreis Zwickau eine Obergrenze von 500 Zuschauern, die den Verein bewog, ganz auf Zuschauer zu verzichten. „Bei knapp 1500 ausgegeben Dauerkarten sehen wir es als äußerst schwierig bis unmöglich an, innerhalb von 48 Stunden auf eine faire Art und Weise 500 Besucher für eine Spielzulassung auszuwählen“, begründet Jörg Schade, Bereichsleiter Sport und Spielbetrieb beim Gegner. Außerdem sei es nicht zu vertreten, für 500 Besucher das Stadion zu öffnen und die dadurch entstehenden Kosten in Kauf zu nehmen.