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3. Liga: KFC Uerdingen verliert das Kellerduell beim 1. FC Kaiserslautern

1:4 nach Führung : KFC Uerdingen verliert Kellerduell in Kaiserslautern

Der KFC Uerdingen verliert das Kellerduell beim 1. FC Kaiserslautern klar mit 1:4. Die Gäste waren die schlechtere von zwei defensivschwachen Mannschaften. Deshalb droht ihnen der Abstieg. Die Roten Teufel sind im siebten Himmel, ihnen winkt die Rettung.

Die Situation im Kampf um den Klassenerhalt hat sich für den KFC Uerdingen dramatisch verschlechtert. Die Mannschaft verlor im Kellerduell beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:4 (1:3) und kann nun den Abstieg aus eigener Kraft nicht mehr verhindern. Der Lauterer Philipp Hercher, der den Ausgleich erzielte und die beiden weiteren Treffer vor der Pause vorbereitete, war der Spieler des Tages. Vor dem Fritz-Walter-Stadion feierten hunderte Fans lautstark den Sieg der Roten Teufel, die damit einen vorentscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben. 

 Mit einem pyrotechnischen Feuerwerk wurde der Mannschaftsbus von mehreren hundert Fans der Roten Teufel begrüßt, als er den Betzenberg hinauffuhr. Das war zumindest prickelnder als die personelle Situation des KFC, denn es fehlten weiterhin Adriano Grimaldi (Covid-19), Tim Albutat (Kreuzbandriss), Christian Kinsombi (Muskelfaserriss) sowie  Peter van Ooijen (muskuläre Probleme) und Rijad Kobiljar, der Vater wird. Aber der zuletzt gesperrte Edvinas Girdvainis, Mike Feigenspan und Gustav Marcussen, die angeschlagen waren, nahmen auf der Bank Platz. Trotzdem wartete Teamchef Reisinger mit einer Überraschung und einer Veränderung auf: der erst 20 Jahre alte Verteidiger Leon Schneider, der seine Sache gegen Köln (1:1) gut gemacht hatte, bekam den Vorzug gegenüber dem 30fachen litauischen Nationalspieler Girdvainis und Göbel kam für Kolja Pusch in die Anfangsformation. Das Signal war eindeutig: Reisinger belohnt gute Leistungen und setzt auf willensstarke Spieler.

Trainer Jürgen Press war vor dem Kellerduell für die Abteilung Attacke zuständig und hatte mutig formuliert: „Kaiserslautern muss liefern, wir werden liefern.“ Und die Gäste lieferten. Bereits nach sechs Minuten gingen sie nach einem zielstrebig vorgetragenen Konter in Führung, als Muhammed Kiprit den Ball über die Linie drückte. Der Assistent hat kurz die Fahne oben, doch der gut postierte Schiedsrichter Mitja Stegemann gab den Treffer zurecht.

Die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt und drängten auf den Ausgleich, der in der 14. Minute durch Philipp Hercher fiel, nachdem Hans Anapak den Ball vor dem eigenen Strafraum vertändelt hatte. Und auch beim Lauterer Führungstreffer in der 27. Minute sah Anapak nicht gut aus, als Hercher bis zur Grundlinie durchmarschierte und seinen Rückpass der am Elfmeterpunkt völlig freistehende Felix Götze  problemlos einschießen konnte. Aber das seltene Uerdinger Offensivspiel blieb nicht nur ansehnlich, sondern sie blieben auch gefährlich. Pech hatten sie bei einem Kopfball von Kiprit, der nach einem Eckball von Göbel an die Latte ging. Und auch das dritte Gegentor fiel über die linke Abwehrseite, als Hercher erneut Anapak überrannte und die Hereingabe den Lauterer Torjäger Marvin Pourie am Knie traf, von wo der Ball unhaltbar im Netz landete. Damit war schon eine Vorentscheidung vor der Halbzeitpause gefallen.

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Nach der Pause drängten die Uerdinger auf den Anschlusstreffer. Sie waren optisch überlegen, ohne allerdings für echte Gefahr zu sorgen. In der 83. Minute beseitigten die Pfälzer letzte Zweifel. Christian Dorda attackierte nicht energisch, so dass Hendrick Zuck angespielt werden konnte und keine Mühe hatte, den Ball zum 4:1 einzuschieben.

Die Uerdinger warten nun gespannt auf die Spieler ihrer Konkurrenten SV Meppen und FC Bayern München II, die am Sonntag noch punkten können. Der KFC bestreitet sein nächstes Spiel am Samstag gegen den 1. FC Magdeburg in Lotte.