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HSG Krefeld ohne Woestmann und Janus

2. Handball-Bundesliga : HSG Krefeld ohne Woestmann und Janus

Der Linksaußen und der Abwehrchef des Handball-Zweitligisten sind am Wochenende nicht einsatzfähig. Damit gehen die Eagles stark ersatzgeschwächt in die schwere Aufgabe gegen den TuS N-Lübbecke am Samstag um 19 Uhr.

Für Dorian Wöstmann hatte das Auswärtsspiel in Emsdetten eine böse Nachwirkung. In der 25. Minute verletzte sich der Linksaußen, als ein Gegenspieler in seinen Rücken lief und er mit dem Hinterkopf auf den Boden prallte. Die Szene erinnerte an jene vom März 1979, als der Gummersbacher Nationalspieler Joachim Deckarm in Tatabanya ebenfalls mit dem Kopf auf den Boden fiel. „Ich hatte erst gedacht, es ist der Torwart gewesen und erst später realisiert, dass es ein Feldspieler war“, sagt Wöstmann zu der Situation, nach der er kurze Zeit bewusstlos auf dem Boden lag. Doch er hatte Glück im Unglück. In der zweiten Halbzeit saß er sogar auf der Auswechselbank, an einen Einsatz war dennoch nicht mehr zu denken. „Ich hatte zwischendurch sogar Nasenbluten. Unter der Woche sind noch Rücken-, Nacken– und Kopfschmerzen hinzu gekommen“, erzählt Wöstmann weiter. Das Thema Kopfverletzung wird auch im Handball ernst genommen, von daher wird der 21-Jährige erstmal ausfallen und weitere Ärzte aufsuchen.

Mit Damian Janus muss Krefeld am Samstag um 19.30 Uhr im Heimspiel gegen den TuS Lübbecke auf einen weiteren wichtigen Spieler verzichten „Ich bin am Freitag beim Training falsch mit dem Fuß aufgekommen und umgeknickt. Der ist direkt dick angeschwollen und richtig blau geworden“, erklärt Janus, der hofft, dass es nur ein Bänderriss ist. „An den Knochen ist wohl nichts, in der Woche wird ein MRT hoffentlich alles aufklären“ hofft er, dass er in dieser Saison nochmals für die HSG auflaufen kann. Dass er als Abwehrchef in Rimpar fehlte, bedauerte Janus selber am meisten. „Jonas Vonnahme und Dominik Luciano haben das im Innenblock aber prima gelöst“, sieht der 30-Jährige das Positive.

Wesentlich selbstkritischer geht dagegen HSG-Trainer Felix Linden mit sich ins Gericht: „Gegen Emsdetten habe ich von Beginn an den jungen Spielern die Chance gegeben sich zu beweisen. Der Plan ist leider nicht aufgegangen. Wir wollten ohne Wechsel unser Tempospiel schneller machen, aber stattdessen lag wir schnell mit 4:9 hinten. Am Ende war es schade für die Jungs“, bilanziert Linden, der auch etwas Positives gesehen hat. „Josip Cutura hat ein richtiges gutes Spiel gemacht, das es gilt es nun zu bestätigen und auszubauen“, erklärt Linden. Dass das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreisläufer der große Schwachpunkt bei der HSG ist, ist ihm dabei generell nicht entgangen. „Das wird in dieser Woche auch der Schwerpunkt beim Training sein“, fügt Linden hinzu.

Dann werden auch Vonnahme und Luciano im Abwehr Innenblock agieren, mit denen der Trainer auch ins Spiel gegen Lübbecke gehen will. „Bei unserem einzigen Sieg gegen Dormagen haben die Beiden das auch gemacht. Am Samstag müssen wir unseren Fans zeigen, dass wir unserer maximale Leistung bringen und dabei aber auch die Unbeständigkeit gegen Null halten können“, verspricht der HSG-Trainer im Vorfeld der nächsten Begegnung.