HSG Krefeld: Der Handball-Zweitligist verliert Damian Janus und das Spiel gegen Eisenach mit 24:28

Handball Zweite Liga : Damian Janus kassiert die Rote Karte

Handball-Zweitligist HSG Krefeld verliert gegen Eisenach beim 24:28 erst den Abwehrchef und dann das Spiel.

Obwohl Handball-Zweitligist HSG Krefeld im Duell der Aufsteiger in der Glockenspitzhalle gegen den ThSV Eisenach eine couragierte Leistung zeigte, reichte es wieder nicht, um zu punkten. Die Gäste aus Thüringen gewannen am Ende mit 28:24.

Die erstmals ganz in schwarz spielenden Gastgeber hatten sich vor der Partie einiges vorgenommen, immerhin gab es in den wieder genesenen Kevin-Christopher Brüren und dem Spanier Toni Sario zwei Alternativen mehr im Angriff. Verzichten musste HSG-Trainer Arnar Gunnarsson dafür auf den erkrankten Dorian Wöstmann, der auf der linken Seite von Jonas Vonnahme vertreten wurde.

Dem Vorhaben wurde in den ersten Minuten ein Stolperstein in den Weg, denn die Krefelder starteten ihre Angriffe zu überhastet und hatten im Abwehrbereich vor allem bei den eins gegen eins Situationen erhebliche Schwierigkeiten. „Die Eisenacher haben versucht über ihre wendigen Rückraumspieler in die Partie zu kommen und haben dann schnell gemerkt, dass die Schiedsrichter sehr frühzeitig auf Siebenmeter entscheiden. Das Angebot haben sie dankend angenommen“, sagte Dominic Lucioano.

Es brauchte einige Zeit, ehe sich die Krefeldler gefangen hatten und nach 15 Minuten erstmals mit 6:5 in Führung gingen. Doch dann kam der erste große Knackpunkt in der Partie, denn vier Minuten später spielte die HSG 90 Sekunden lang in doppelter Überzahl, vergaß in dieser Phase aber, Tore zu werfen und kassierte stattdessen eins.

Große Aufregung gab es dann in der 27. Minute, als Damian Janus beim Angriffsversuch der Thüringer mit Ante Tokic aneinander geriet, dabei auf den Boden fiel und dort liegend noch vom Eisenacher im Gesicht getroffen wurde. Anschließend entstand in der eh schon emotionsgeladenen Partie eine Rangelei, an deren Ende sowohl Janus als auch Tokic von den beiden Unparteiischen jeweils die Rote Karte sahen. Ein weiterer Knackpunkt im Spiel für die HSG, die zu diesem Zeitpunkt mit 10:12 wieder am Gegner dran war. Für die Eagles wog der Verlust ihres Abwehrchef schwerer als für die Eisenacher der ihres Toptorschützen. Das Fehlen von Janus wurde zwar weitgehend von seinen Mannschaftskollegen aufgefangen, kostete aber letztendlich viel an Kraft.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser aus der Kabine. Der 4:0-Lauf zum 19:12 wurde allerdings auch dadurch begünstigt, dass Gunnarsson bei den Strafzeiten gegen sein Team den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus nahm. „Da haben wir sehr unklug gespielt und die Bälle ins freie Tor bekommen. Da hätten wir ein bisschen intelligenter oder länger spielen müssen“, bilanzierte Co-Trainer Felix Linden. Trotz des erneuten Rückschlages gelang es den Krefeldern, wieder heran zu kommen. Aber das reichte am Ende nicht.

HSG: Stammer, Toth – Schiffmann (1), Sario (9), Cutura, Janus, Roona (2), Vonnahme (1), Luciano, Gentges (1), Ciupinski (3), Brüren (6/4).

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