Krefeld: Aktion Stadt.Fein.- 100 zusätzliche Müllbehälter für die City

Innenstadt soll sauberer werden : 100 zusätzliche Müllbehälter für die City

Das Aktionspaket „Stadt. Fein.“ soll die Krefeld sauberer und gepflegter machen. Oberbürgermeister Frank Meyer spricht von einem „Durchbruch für das Erscheinungsbild der Innenstadt“.

Die Innenstadt soll sauberer und gepflegter werden. Unter dem Titel „Stadt. Fein.“ schlägt Oberbürgermeister Frank Meyer jetzt ein ganzes Paket von Aktionen und Initiativen vor, mit denen der Zustand rund um Grünanlagen, Plätze und Straßen, Papierkörbe, Bänke, Masten und Schaltschränke weiter verbessert werden soll. Eine veränderte Beleuchtung soll zudem dabei helfen, neue optische Akzente zu setzen. „Die Innenstadt hat bereits davon profitiert, dass wir bei Sicherheit und Sauberkeit seit einigen Monaten Nägel mit Köpfen machen. Das neue Aktionspaket ‚Stadt. Fein.‘ soll ab 2020 den endgültigen Durchbruch bringen. Wir haben lange genug darüber geredet, was uns in der City stört, abstößt und auf die Nerven geht – jetzt ist es Zeit, die Probleme gründlich anzupacken“, sagt der Verwaltungschef. Meyer will dem Stadtrat vorschlagen, im kommenden Haushalt 300.000 Euro für das Aktionspaket bereitzustellen. Damit wären sämtliche Bestandteile des Aktionspakets finanziert.

Seit wenigen Tagen geht die Seidenstadt bereits verstärkt gegen die Abfallberge vor. Vier Mülldetektive sind in der City wochentags zwischen 7 und 17 Uhr im Einsatz. Illegal entsorgter Müll ist dort ein großes Ärgernis und ein Problem mit hartnäckiger Bestandskraft. Deshalb schickt der Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) das Quartett auf die Straße, um die Quartiere zwischen den Wällen nach Drecksecken zu durchstreifen.

Der Katalog für das jüngste Aktionspaket ist in Zusammenarbeit mit Bürgern und Einzelhändlern entstanden. Er soll in das Konzept „Handeln und Helfen“ integriert werden. Die einzelnen Punkte, die mit „Stadt. Fein“ verbessert werden sollen, stammen aus einem Maßnahmenkatalog, den die Innenstadt-Akteure im April 2019 an die Stadt herangetragen hatten. Entsprechend zufrieden zeigt sich Christoph Borgmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft: „Das sind wirklich außerordentlich gute Nachrichten. Dies kann der seit längerem von uns geforderte Quantensprung in Sachen Sauberkeit werden. Es ist jedenfalls ein wichtiger Schritt, der die Innenstadt wieder zur Visitenkarte für ganz Krefeld werden lassen kann.“

Der Aktionsplan umfasst unter anderem die regelmäßige Nassreinigung der Fußgängerzone inklusive der Entfernung von Kaugummiflecken. Die Mülleimer am Ostwall und in der Fußgängerzone sollen zweimal täglich geleert werden. Außerdem werden mindestens 100 zusätzliche Behälter aufgestellt. Vorgesehen ist auch die regelmäßige Kontrolle und intensivere Reinigung aller Gegenstände im öffentlichen Raum, also Papierkörbe, Bänke, Fahrradständer, Poller, Masten, Schilder, Schaltschränke und Laternen.

KBK-Mitarbeiter erhalten die Aufgabe, den Zustand der Gegenstände zu kontrollieren und Mängel beheben zu lassen. Aufkleber und Graffiti werden entfernt, ebenso unansehnliche Werbung, zum Beispiel durch das großflächige Bekleben von Schaufenstern. Im Sommer lässt die Verwaltung Bänke in der Innenstadt wöchentlich von Taubenkot reinigen. Auch dem berüchtigten „Schilderwald“ wird der Kampf angesagt: Überflüssige Verkehrszeichen sollen entfernt werden.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Grünanlagen. So sollen die Beete auf den vier Wällen, am Friedrichsplatz, am Neumarkt, am Schwanenmarkt, vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum und am Willy-Göldenbachs-Platz künftig saisonal bepflanzt werden. Die Stadt verspricht, Müll in Beeten konsequenter zu beseitigen, auch Büsche und Bäume sollen regelmäßig zurückgeschnitten werden. Außerdem soll die Innenstadt durch eine bessere Beleuchtung attraktiver werden: In jedem Fall werden Wahrzeichen wie die Dionysiuskirche, der Meister Ponzelar und der Schwanenbrunnen besser angestrahlt.