2020: Meyer will Oberbürgermeister in Krefeld bleiben

Zweite Amtszeit : 2020: Meyer will Oberbürgermeister bleiben

Der SPD-Vorstand hat sich dafür ausgesprochen, mit Meyer die Pläne der Partei „auch in den 20er Jahren“ zu verwirklichen. Der 45-Jährige will einen Badesee, ein Geburtenhaus und Alleen an allen Ausfallstraßen erstellen lassen.

Der Wahlkampf mit Blick auf die Kommunalwahl im Herbst kommenden Jahr ist in Krefeld eröffnet. Frank Meyer erklärte offiziell, dass er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht und sich wieder als Kandidat der SPD um das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt. Der 45-Jährige hatte bei der Direktwahl vor vier Jahren den Chefsessel im Rathaus für die Sozialdemokraten erobert. „Ich habe Kraft, Lust und Ideen für eine zweite Amtszeit“, so der Diplom-Verwaltungswirt.

Bereits am Donnerstag, 29. August, hatte sich der 30-köpfige Vorstand der Krefelder SPD dafür ausgesprochen, mit Meyer die Pläne der Partei „auch in den 20er Jahren“ zu verwirklichen. „Wir haben Frank Meyer aufgefordert, sich um eine Wiederwahl zu bewerben“, betont Parteivorsitzender Ralph-Harry Klaer. „Er wird unsere volle Unterstützung haben. Der Beschluss ist einstimmig gefallen.“ Und auch die Fraktion steht geschlossen hinter ihrem Ratsvorsitzenden. „Die vergangenen vier Jahre unter Oberbürgermeister Frank Meyer sind von einem Veränderungswillen geprägt“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Benedikt Winzen. „Das frühere Misstrauen zwischen Politik und Verwaltung ist durch ihn abgebaut worden. Er hat es verstanden, den politischen Wettbewerber mit an den Tisch zu holen. Wichtig ist dabei, dass Frank Meyer die Menschen in Krefeld nie aus dem Blick verliert, sie stehen für ihn zu jeder Zeit im Mittelpunkt.“

Nah am Bürger und mit dem Blick nach vorne, so sieht Meyer seine Ideen, die er in den kommenden Jahren anstoßen will. „Ich bin nicht nur der Onkel für den Reparaturbetrieb“, erklärt Meyer. „Es war nicht nur die Aufgabe, die Kasse in Ordnung zu bringen, wir müssen auch Ziele für die Zukunft von Krefeld und den Menschen haben, die in unserer Stadt leben.“ Erste erfolgreiche Schritte seien unter anderem in den Bereichen Schul- und Kita-Ausbau, Straßensanierung und Wirtschaftsansiedlung sowie bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze unternommen worden. „Wenn aus ersten Ideen Steine werden, ist das eine große Triebfeder“, so Meyer, der in diesen Punkten von „Rekordinvestitionen“ in der Seidenstadt spricht.

Ein ganzes Bündel weiterer Pläne hat der Oberbürgermeister für die kommenden Jahre zusammengetragen. So will Meyer alle Krefelder Ausfallstraßen in Alleen umwandeln und einen Badesee errichten lassen, den die Menschen kostenfrei nutzen können. „Eine Überlegung, die Bürger, Politik und Verwaltung gemeinsam angehen sollten. Ziel muss es dabei sein, die Idee auch umsetzen zu wollen und nicht nach Gründen zu suchen, warum es nicht klappt.“ Eine Stelle für diesen gemeinsamen Dialog könnte die „Beteiligungsagentur“ sein, die Meyer ebenfalls ins Leben rufen möchte. In ihr soll „das Engagement aus der Bürgerschaft aufgegriffen und mit der Politik verbunden werden“.

Investition in die Krefelder Zukunft heißt für Meyer in erster Linie auch Engagement für die Familien. So soll in Krefeld zusätzlich ein Geburtshaus entstehen, in dem Kinder „auf andere Art“ zur Welt gebracht werden. „Wir haben mit der Helios-Klinik ein hervorragendes Krankenhaus mit Geburts- und Kinderstation. Doch es muss in der wichtigsten Stadt am linken Niederrhein möglich sein, auf Wunsch auch außerhalb einer Klinik ein Kind mit der nötigen Betreuung auf die Welt zu bringen.“