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Tischtennis: WRW Kleve vor Meisterstück in der Regionalliga

Tischtennis : WRW Kleve will seiner Linie treu bleiben

Das oberste Gebot wird auch in der Dritten Bundesliga sein, dass Talente aus der Region in der ersten Damen-Mannschaft aufschlagen können. Aufstiegsfeier mit dem Meister-Team von 1980 steigt am 29. März.

WRW Kleve trennt nur noch eine Winzigkeit vom beachtlichen Erfolg. Und Teammanager Klaus Seipold hat überhaupt keinen Zweifel daran, dass die erste Damen-Mannschaft des Vereins am kommenden Sonntag den letzten Schritt hinauf in die Dritte Tischtennis-Bundesliga machen wird. Bei einem Sieg im Heimspiel gegen den Drittletzten SV DJK Holzbüttgen II, das um 13 Uhr in der Sporthalle Mittelweg beginnt, wäre der souveräne Spitzenreiter der Regionalliga in den dann noch ausstehenden vier Partien nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. „Die Mannschaft wird am Sonntag alles klarmachen“, sagt Seipold. Jessica Wirdemann, Judith Hanselka, Mara Lamhardt und Lea Vehreschild sollen das Team für das Meisterstück bilden.

Anschließend wird WRW Kleve auch formell auf den Weg bringen, dass die Mannschaft in der kommenden Spielzeit in der dritthöchsten Klasse aufschlägt. Noch hat der Verein die Zulassung zur Dritten Bundesliga nicht beantragt. „Das wird in den nächsten Tagen aber geschehen“, sagt Seipold. Bis zum 15. März hat WRW noch Zeit, den sportlichen Taten die entsprechenden Formalien folgen zu lassen.

Der Plan des Vereins für Liga drei steht schon seit geraumer Zeit. WRW Kleve will auch eine Klasse höher seiner Linie treu bleiben, den eigenen Kräften eine Chance zu geben. Mara Lamhardt, Pia Dorißen und Lea Vehreschild werden sich die beiden Plätze im unteren Paarkreuz teilen. Die Positionen eins und zwei werden von auswärtigen Spielerinnen besetzt. Aya Umemura, Jessica Wirdemann und Judith Hanselka sollen dort im Wechsel aufschlagen – je nachdem, wie es bei ihnen beruflich passt. Eventuell kommt noch eine Spielerin hinzu.

Ob der Klassenerhalt in der Dritten Liga in dieser Besetzung geschafft werden könne, das müsse sich zeigen, so Seipold. Die Mannschaft mit einer Spielerin zu verstärken, die den Ligaverbleib einerseits garantiert, andererseits aber eine junge Kraft aus dem Team drängen würde, kommt für den Klub nicht infrage. „Denn dann wäre der Zweck des Aufstiegs nicht erfüllt“, sagt Seipold. Und der besteht in erster Linie darin, den jungen Kräften Lamhardt, Dorißen und Vehreschild eine Klasse höher die Chance zu geben, sich sportlich weiterzuentwickeln. „Wir machen das alles für talentierte Mädchen aus der Region und nicht für unsere Spitzenspielerinnen“, so der Teammanager.

Der Verein hat aus der Vergangenheit gelernt. Schließlich hatte sich WRW Kleve vor vier Jahren nach dem Aus in der Zweiten Bundesliga vorgenommen, andere Wege zu gehen. „Früher fehlte die Identifikation mit dem Team, weil in ihm nur auswärtige Spielerinnen standen. Das soll nicht wieder passieren. Deshalb wollen wir den sportlichen Erfolg nicht um jeden Preis“, sagt Klaus Seipold. Oberstes Gebot bleibt, dass Talente aus der Region in der ersten Mannschaft aufschlagen können.

Dass WRW Kleve in dieser Saison zwei Meisterschaften feiern kann, ist so gut wie sicher, da dem zweiten Team in der Oberliga der Titelgewinn kaum noch streitig zu machen ist. Und wahrscheinlich wird es auch zwei Aufsteiger geben, weil im Verein mittlerweile die Tendenz dahin geht, die zweite Mannschaft doch hinauf in die Regionalliga zu lassen. „Die Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen“, sagt Seipold. Mara Lamhardt, Pia Dorißen und Lea Vehreschild werden dabei ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Denn nur, wenn sie bereit sind, die Doppelbelastung auf sich zu nehmen, an einigen Wochenenden in der ersten Mannschaft in Liga drei und dem zweiten Team in der Regionalliga an der Platte zu stehen, wird der doppelte Aufstieg beschlossene Sache sein.

Sicher ist, dass am kommenden Sonntag noch keine große Sause steigen wird, wenn das Meisterstück in der Regionalliga perfekt ist. Das soll drei Wochen später nachgeholt werden. Am Sonntag, 29. März, will WRW Kleve groß feiern. Nicht nur die aktuellen Erfolge, sondern auch den größten Triumph in der Vereinsgeschichte. Denn es ist 40 Jahre her, dass der Verein zum ersten und einzigen Mal Deutscher Mannschafts-Meister wurde. Die meisten Spielerinnen des damaligen Teams haben ihr Kommen zugesagt.