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SV Hönnepel-Niedermörmter stellt weitere personelle Weichen

Fußball : SV Hönnepel-Niedermörmter macht einen großen Schnitt

Acht Akteure verlassen den Verein, der davon ausgehen kann, dass er weiter in der Landesliga spielen wird. Sechs Neuzugänge stehen fest. Weitere Verstärkungen sollen folgen, damit es nicht wieder ein Zittern um den Klassenerhalt gibt.

Die SV Hönnepel-Niedermörmter kann sich ihrer Sache zu hundert Prozent noch nicht sicher sein. Denn es muss irgendwann im Juni halt noch von einem außerordentlichen Verbandstag offiziell abgesegnet werden, was der Fußball-Verband Niederrhein am Freitag verkündet hat. Die Saison soll abgebrochen werden, es wird Aufsteiger, aber keine Absteiger geben. Trainer Sven Schützek ist bei dieser Ausgangslage „felsenfest davon überzeugt“, dass er mit seinem Team weiter in der Landesliga um Punkte kämpfen wird. „Denn die Abstimmung beim Verbandstag über den Saisonabbruch ohne Absteiger sollte nur noch eine Formsache sein“, sagt er.

Dementsprechend sieht der Verein ein hohes Maß an Planungssicherheit für sich gegeben und hat jetzt Nägel mit Köpfen gemacht, was das bisherige Personal betrifft. Es wird bei der SV Hönnepel-Niedermörmter nach drei Jahren im tiefsten Abstiegskampf einen gehörigen Schnitt geben. Gleich acht Kicker verlassen den Klub, die meisten mit noch unbekanntem Ziel. Dem stehen schon sechs Neuzugänge gegenüber. Weitere sollen folgen.

„Wir sind noch mit einigen Spielern im Gespräch, die uns qualitativ erheblich weiterbringen werden. Wir wollen uns in allen Mannschaftsteilen noch verstärken“, sagt Schützek. Das Ziel ist klar. „Wir möchten endlich wieder eine Saison spielen, in der wir Ruhe haben und nicht zittern müssen“, so der Coach.

Eine Veränderung wird es auch im Trainer-Team geben. Gerd Wirtz hört als Co-Trainer auf. „Ich möchte mich bei ihm für die gute Zusammenarbeit bedanken. Gerd Wirtz hat erheblichen Anteil daran, dass wir die Mannschaft in die Spur bekommen haben, nachdem ich sie in der Winterpause übernommen habe“, sagt Schützek. Acht Punkte holte die SV Hönnepel-Niedermörmter in den vier Partien, die sie im Jahr 2020 noch austragen konnte, ehe die Corona-Pandemie den Sport stoppte. Neuer Co-Trainer wird bekanntlich Gianni Giorri, mit dem Sven Schützek zuvor schon bei Fichte Lintfort ein Team auf der Bank gebildet hat.

Beim spielenden Personal ist klar, dass Adis Dedic (Viktoria Goch), Christian Auclair, Islam Akrab, Edin Husic, Ribene Kimbakidila, Christopher Kimbakidila, Prince Kimbakidila, und Luca Thuyl (alle Ziel unbekannt) den Verein verlassen werden. Fraglich ist noch, ob Ahmed Miri bleibt. „Wir haben ihm ein Angebot gemacht, er muss sich jetzt entscheiden“, sagt der Trainer. Fabian Groß, Jendrik Ferdenhert, Patrick Braun, Marvin Hitzek, Monir Ibrahim, Marcel Schütze, Jonas Vengels, Elidon Bilali, Ahmet Isiklar, David Gehle und Erdem Erzi, der sich einen Mittelfußbruch zugezogen hat, haben für eine weitere Spielzeit zugesagt. Peter Mayr wird aus beruflichen Gründen ein hal­bes Jahr nach München ziehen, dann aber wieder für den Landesligisten auflaufen.

Als Neuzugänge standen bislang Marvin Ellmann vom Oberligisten ETB SW Essen, Stefan Kapuscinski (Fichte Lintfort) und Dustin Eichholz (FC Meerfeld) fest. Am Dienstag präsentierte Sven Schützek drei weitere Verstärkungen. Tobias Tatzel (FC Meerfeld), Daniel Groß (SV Sonsbeck) und Tim Panke (1. FC Kleve U 19) kommen zur Düffelsmühle. Das soll es aber noch nicht gewesen sein, damit man sich in der Landesliga künftig in anderen Tabellengefilden als zuletzt aufhalten kann. In Maximilian Hütt (SV Strae­len II) und Joris Ofterdinger (TuS Xanten) schien der Club schon zwei neue Spieler fest an der Angel zu haben. „Sie hatten uns zugesagt, kommen aber doch nicht, was für mich ein Unding ist“, sagt Schützek.

Der Übungsleiter hat sich mit seiner Mannschaft jetzt in die Sommerpause verabschiedet. Ein gemeinsames Training wird es bei der SV Hö.-Nie. erst wieder geben, wenn der Landesligist die Vorbereitung auf die neue Saison in Angriff nehmen kann. Schützek hofft, dass es Anfang September wieder um Punkte gehen wird. „Doch wir können nun nur abwarten. Der Trainingsplan für die Vorbereitung steht. Die Frage ist jetzt nur, ab wann wir ihn umsetzen können“, sagt Sven Schützek.