Blätter von Klaus Franken werden Anfang des Jahres im Café Samocca ausgestellt.

Lokale Kultur : Frankens geschnittene Gedichte

Der Kalender 2019 von Konrad Stüven zeigt Blätter des Klever Künstlers.

Klaus Franken tauchte nach langer Zeit im vergangenen Jahr 2018 wieder in Kleve auf. Im Kalender 2019 von Konrad Stüven ist eines seiner typischen Blätter: in Linoleum geschnittene Worte mit kantigen Figuren und Bildern darum. Bilder, die die Worte unterstreichen. Worte, die ironisch, teils böse, teils aber auch mit Humor ins Bild gesetzt sind.

Mehr als Dekoration an der Wand und doch Bild in sich, grafisches Element. Manchmal mit Blick auf Tweets und WhatsApp auch in kurioser Orthografie.

Sie machen Spaß, die Blätter von Klaus Franken. Der aus Berlin wieder in seine Heimat gekommene Künstler, Pädagoge und Lyriker hat jetzt eine Mappe mit acht Drucken herausgebracht, Auflage 30, gedruckt bei Konrad Stüven in Goch und zu haben im Buchhandel (sie werden Anfang des Jahres im Café Samocca ausgestellt). Die Mappe kostet 75 Euro.

Der Reiher am Kermisdahl ist ein weiteres der Werke. Fotos (2): mgr. Foto: Matthias Grass

Franken hatte seine erste Lesung in der Volkshochschule Kleve im Jahr 1964, war anschließend in den 1970er und 80er Jahren Mitglied des Kreuzberger Künstlerkreises in Berlin. Er arbeitete 30 Jahre in einem Wedding-Kinderladen als Diplom-Pädagoge und kam erst im Jahr 2018 wieder nach Kleve zurück. Als ihn schließlich Konrad Stüven anregte, wieder Linolschnitte zu drucken.