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Kleve: neues Buch von Klaus Hell

Lesung : Beutekunst und Nazigold vor Moyland

Klaus Hell liest auf Burg Boetzelaer

Die Zeit holt alles ein. Und wenn’s am Sterbebett ist. Das Sterbebett steht in Klaus Hells neuem Roman „Wintersturm“ im Klever Krankenhaus und erzählt eine Geschichte, die sowohl in den letzten Tagen vor der Operation „Market Garden“ spielt alsauch in der Gegenwart. Die von Kriegsverbrechen erzählt und von Tieffliegerangriffen. Und von Kunst.

Denn Hell fährt großes Geschütz auf: Es geht um Beutekunst und um Nazigold und um Mord. Alles bildet die Grundlage für eine Nachkriegskarriere, als ein SS-Spezialkommando in der Höhe von Moyland bei einem Tieffliegerangriff ausgeschaltet wird und das Auto auf einem Hof strandet: Ein Sanitätsfahrzeug voll mit Beutekunst und Nazigold.

Dabei wird auch die Geschichte eines Familien-Clans vom Niederrhein erzählt, die in Teilen in der Gegenwart und der Nachkriegszeit spielt. Ein Clan, der auf dem eingeschmolzenen Nazigold eine neue Existenz aufbauen konnte. Bis die Zeit eben alles einholt, wie der Roman untertitelt. Bis Artikel in der Presse erscheinen und von Beutekunst und Nazigold berichten und die Firma ins Straucheln gerät. Und bis wieder Gras über die Sache gewachsen ist. Und sich ein Kreis schließt. Von den bei dem Tieffliegerangriff gefallenen Soldaten bis in die Gegenwart. Mehr sei nicht verraten.

Klaus Hell, der in Essen lebt und dort Lehrer war, liest wie berichtet am Dienstag, 26. November, 19 Uhr aus dem neuen Buch „Wintersturm. Die Zeit holt alles ein“ auf Burg Boetzelaer. Wintersturm ist nach „Die Sache mit Mia“ und „Unter Chiffre“ das dritte Buch des pensionierten Lehrers. ISBN 978-3-96438-031-9, 12.80 Euro.