Hückeswagen: Bürgermeister Persian tritt zur Wiederwahl an

Kommunalwahl 2020 in Hückeswagen : Bürgermeister Persian tritt zur Wiederwahl an

Der Amtsinhaber gab am Mittwoch seine erneute Kandidatur bekannt – und wird dabei von CDU, SPD und Grünen unterstützt.

Er hat sein Versprechen gehalten: Noch in diesem Jahr wollte Dietmar Persian bekanntgeben, ob er sich bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2020 wieder zur Wahl stellen wird. Seit Mittwochnachmittag steht fest: Der Amtsinhaber geht nächstes Jahr ins Rennen. Am Sonntag nach dem Altstadtfest-Wochenende wird sich Persian zum dritten Mal um das Amt des Bürgermeisters und Hückeswagener „Schlossherrn“ bemühen: 2004 hatte er gegen Uwe Ufer verloren, vor fünfeinhalb Jahren gegen Ulrich Kowalewski gewonnen. Bei einem Pressegespräch im Multifunktionalen Sitzungssaal des Bürgerbüros am Bahnhofsplatz waren auch die Fraktionschef von CDU, SPD und Grünen dabei, denn ihre drei Parteien unterstützen die Kandidatur Persians.

Seit seinem Amtsantritt 2014 sei aus seiner Sicht eine Menge passiert, sagte der Bürgermeister. Die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets West 3, für das im kommenden Jahr die ersten Grundstücke verkauft werden könnten, sei ein wichtiger Schritt gewesen. Ebenso der Breitband-Ausbau zusammen mit Wipperfürth, an dem gerade gearbeitet wird. „Auch in der Kinderbetreuung hat sich viel getan“, betonte Persian. Dabei verwies er etwa auf die neu geschaffenen Kindergartenplätze im Awo-Kindergarten an der Blumenstraße und der Waldgruppe des Johannesstifts. Hinzu kämen weitere des geplanten Waldorf-Kindergartens, „und es werden wohl noch zwei zusätzliche Gruppen in Hückeswagen entstehen“. In seiner Amtszeit sei das Kinderdorf entstanden und der inklusive Spielplatz an der Goethestraße errichtet worden. „In den vergangenen fünf Jahren ist auch der Zusammenhalt in der Stadt gewachsen“, sagte er. So sei das Seniorennetzwerk gegründet und die Ehrenamtskarte eingeführt worden. Zudem hätten die Hückeswagener die große Aufgabe der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge bewältigt.

„Unsere größte Aufgabe aktuell ist der Neubau der Löwen-Grundschule“, sagte der Bürgermeister. Mit Blick auf die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Grünen – Christian Schütte, Jürgen Grasemann und Egbert Sabelek – sagte Persian: „Wir haben eine bewegte und gemeinsame Geschichte.“ Denn die drei größte Fraktionen im Stadtrat und er seien in Sachen „Schulen“ vor eineinhalb Jahren unterschiedlicher Meinung gewesen. Das war der einzige Punkt, in dem Persian an einer weiteren Kandidatur für das Bürgermeisteramt kurz gezweifelt hatte. Für ihn sei nach seiner Wahl im März 2014 klar gewesen, dass zwei Amtsperioden optimal seien und er in 2020 noch einmal für das Bürgermeisteramt kandidieren will. „Aber das war eine Phase, in der ich gedacht habe: Wenn Bürgermeister und Stadtrat auseinandergehen, ist das nicht gut für Hückeswagen“, blickte er zurück. Das wäre eine nachhaltig schwierige Situation geworden. Doch schnell habe sich gezeigt, dass das Vertrauen untereinander da war.

Ein weiteres großes Projekt für die nächsten Jahre ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), bei dem die Umgestaltung der Altstadt und des Zentrums im Vordergrund steht. Dabei soll auch über die künftige Nutzung des Schlosses gesprochen werden, etwa als Kultur- und Begegnungszentrum mit überregionaler Strahlkraft. „Im Bauausschuss am 20. Januar werden wir die Ideen der Architekten vorstellen“, kündigte Persian an. Auch das Thema „Mobilität“, vor allem mit Blick auf das Fahrrad, soll verstärkt in den Fokus rücken.

Er sei gerne Ansprechpartner für die Menschen in Hückeswagen, ebenso Chef der Verwaltung mit „einem guten Team, das effektiv arbeitet“, und Vorsitzender des Stadtrats. „Wir streiten auch miteinander in der Sache, sind aber immer lösungsorientiert und konstruktiv unterwegs“, unterstrich Persian. „Wir haben viel erreicht und noch viel vor. Dabei würde ich gerne mitmachen.“