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Handball: OSC Löwen wollen Dormagen ärgern

Handball : OSC Löwen wollen Dormagen ärgern

Der Handball-Drittligist ist heute (19 Uhr) beim Tabellenzweiten Bayer Dormagen nur Außenseiter. Derweil möchte Geschäftsführer Klaus Schuppert die Reserve-Teams in der Verbands- und Landesliga verbessern.

Die Anhänger der SG OSC Löwen Duisburg müssen auf keine Informationen mehr verzichten. Unter der Woche vervollständigte die SG ihr Informationsangebot um einen weiteren Kanal. Ab sofort können sich die Löwen-Fans über die offiziell App des Vereins (für Android und Apple) täglich auf dem Laufenden halten. So müssen die Anhänger, die das Auswärtsspiel heute Abend (19 Uhr) beim Tabellenzweiten Bayer Dormagen nicht von der Tribüne aus mitverfolgen können, nicht auf aktuelle Zwischenstände verzichten. Per Liveticker wird die App künftig stets live vom Spielgeschehen berichten.

Trainer Jörg Förderer wird sich freilich direkt vor Ort ein Bild vom Gastspiel seiner Mannschaft in Dormagen machen. Vor der Partie steht für den erfahrenen Übungsleiter fest: "Das wird ein hartes Stück Arbeit. Dormagens Kader ist stark besetzt und gut eingespielt." Den Tag der Deutschen Einheit nutzte Förderer, um die bisherigen Spiele des Tabellenzweiten genau zu studieren: "Dennis Marquardt ist im Deckungszentrum ein großer Faktor. Im Angriff spielt der junge Simon Ernst eine wichtige Rolle."

Für die Gastgeber verlief der Saisonstart nach Maß. Mit 8:2-Punkten ist Dormagen erster Verfolger des Tabellenführers TuS Ferndorf (10:0-Punkte). Das entspricht den Ansprüchen des Traditionsvereins, der in der Tabelle offenkundig ganz oben mitmischen möchte. Jörg Förderer, der mit seiner Mannschaft momentan den neunten Rang belegt, sieht in der klaren Rollenverteilung einen Vorteil für sein Team: "Der Druck liegt bei Dormagen. Wir können erst einmal befreit aufspielen und wollen Bayer ein Beinchen stellen."

Dass die OSC Löwen auch gegen die großen Namen der Dritten Liga West bestehen können, bewiesen sie beim 26:26-Unentschieden am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Hagen. Dabei nahm Jörg Förderer auf dem Feld selbst entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen. In der zweiten Halbzeit wechselte sich der Trainer ein und führte sein Team zum Punktgewinn. Das soll eine Ausnahme bleiben, verrät Förderer:. "Wenn der Spielverlauf dafür spricht, helfe ich gerne. Vorwiegend sollen aber unsere Jungs ihre Erfahrungen sammeln."

Michael Heimansfeld, der zuletzt mit einer Zerrung im Oberschenkel kürzer treten musste, ist wieder einsatzbereit. SG-Geschäftsführer Klaus Schuppert, der mit dem Abschneiden des Drittligateams bislang hochzufrieden ist, richtet seinen Fokus nun auf die OSC-Teams in der Verbands- und Landesliga. Beide Mannschaften setzten den Saisonauftakt mächtig in den Sand, sind jeweils Tabellenletzter. "Das ist katastrophal", weiß Schuppert und verspricht: "Wir werden diese Baustellen in Angriff nehmen, damit bald auch hier die Handschrift der SG zu lesen ist." Externe Verstärkungen schließt er aber aus. Stattdessen sollen A-Jugendliche der Wölfe Nordrhein und Teile des Drittligateams bei der Zweit- und Drittvertretung für einen Aufschwung sorgen. Schuppert: "Wir werden alle Kräfte bündeln, um die zweite und die dritte Mannschaft in die richtige Spur zu bringen."

(tob)