Tierschutz in Dormagen Tierheim rettet weitere Ukraine-Hunde

Dormagen · Noch immer sind die Tierschützer aus Dormagen in der Ukraine aktiv. Weitere Fahrten in das Partner-Tierheim sind geplant. Schon jetzt konnten zahlreiche Tiere gerettet werden.

 Zahlreiche Hunde konnten bereits gerettet werden.

Zahlreiche Hunde konnten bereits gerettet werden.

Foto: Tierheim

Vor wenigen Wochen fuhren die Tierschützer des Tierheims Dormagen sowie des Tierschutzvereines „Notpfote Animal Rescue“ in die Ukraine um ukrainische Hunde aus dem Land, in dem aktuell Krieg herrscht, zu retten. Diese zunächst einmalige Rettungsaktion hat sich mittlerweile wiederholt. Babette Terveer, Vorsitzende des Tierschutzvereins und Leiterin des Tierheims, war in diesen Tagen bereits das zweite Mal vor Ort. Weitere Male sollen folgen.

Mittlerweile konnten bereits 56 Hunde aus einem ukrainischen Tierheim gerettet werden. Die Tiere werden über die Grenze nach Ungarn gebracht. Diese Grenzüberschreitung wird organisiert von dem ungarischen Partner-Tierheim mit Unterstützung der Neusser bzw. Dormagener Tierschützer. In Ungarn angekommen, müssen die Vierbeiner, trotz Impfung und Dokumentation, drei Monate in Quarantäne. Für Terveer völlig unverständlich: „Wir haben einen offiziellen Antrag an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gestellt und fordern die vereinfachte Einreise von Tierheimhunden aus der Ukraine. Es kann nicht sein, dass die ganze Verantwortung in Ländern wie Ungarn und Polen liegt und Deutschland sich hinter Paragraphen verschanzt.“ Der Antrag wurde abgelehnt, „wir geben allerdings nicht auf“.

Gemeinsam mit der Tierschutzorganisation „PETA“ sei nun das Ziel, Tierheime in Ungarn auszubauen um zahlreiche weitere Quarantäne-Plätze zu schaffen. Außerdem bestehe bereits ein Transportsystem aus Kiew zu dem Tierheim in der Ukraine, welches die Tierschützer anfahren. Das Tierheim Dormagen (gemeinsam mit der Notpfote und anderen Partnern) bringt jedoch nicht nur die Tierheimhunde in Sicherheit, sondern ist ebenfalls bemüht um die Tiere, die in der Ukraine bleiben müssen. „Wir werden weiterhin Futter liefern und sind weiterhin auf Spenden angewiesen. Die Dankbarkeit der Menschen vor Ort ist unglaublich, es herrscht Krieg und sie wollen ihre Tiere versorgt und in Sicherheit wissen.“ Schon jetzt werden Pflegestellen für Tiere aus Ungarn gesucht.

(kiba)
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