Düsseldorf: Der Hofgarten ist Maria Becks Inspiration

Fünf Lieblingsorte : Der Hofgarten ist Maria Becks Inspiration

Es gibt so viele Lieblingsorte in Düsseldorf wie es prominente Düsseldorfer gibt – viele! Die Stimmtrainerin und Sängerin Maria Bweck verrät uns die Stellen, die sie für ihr besonders Leben inspirieren.

Diese Frau ist das, was man eine Allrounderin nennt. Maria Beck ist eine bekannte Sprachtrainerin und Kommunikationsberaterin und verfügt über 20 Jahre Erfahrung rund um Stimme und einen glaubwürdigen Auftritt in allen beruflichen Situationen. „Stimme und Körpersprache haben eine unmittelbare Wirkung auf andere Menschen und sind der Schlüssel zu Inhalt und Emotion“, weiß Maria Beck. „Wer seine Ausdruckskraft kennt und alle Register ziehen kann, fühlt sich sicher und wirkt souverän. Menschen diese Sicherheit zu vermitteln und für Sprechkultur zu begeistern, ist meine große Leidenschaft.“

Sie sang in Chören und wollte schon früh als Solistin auf der Bühne stehen und mit der Musik Menschen berühren. „Ich studierte in Düsseldorf Musik, Gesang, Körpersprache und Stimmtraining. Bei der renommierten Professorin Hilde Zadek in Wien vollendete ich meine Technik und absolvierte parallel eine Ausbildung zur Hotelfachwirtin.“ Es war die Anfrage eines Freundes, der ihren Weg in Richtung Sprechberatung lenkte – „darüber bin ich überglücklich“. Nach ihrem Gesangsstudium in Düsseldorf und Wien, Konzerten auf den Bühnen dieser Welt und eben erfolgreichem Aufbau ihrer Zweitkarriere als Sprechtrainerin ist sie seit drei Jahren endlich wieder in ihrer geliebten Landeshauptstadt zu Hause. Ihre Lieblingsorte liegen in der Natur, um richtig abzuschalten und frische Kraft zu tanken.

Der Hofgarten „Ich freue mich, wenn der Hofgarten nach all den Jahren der Baustellen-Dominanz wieder zum prachtvollen Bürgerpark wird. Hier lebt unsere Stadtgeschichte; immerhin war es der erste offene Park für alle Bürger von Düsseldorf,“ weiß Beck. Weiter meint sie: „Ich kann es kaum erwarten, im Sommer wieder durch die Allee zu schlendern.“ Denn sie ist überzeugt, dass es kaum irgendwo sonst so ein Stadtzentrum gibt, das fußläufig so viel Kultur, Schönheit und grüne Oasen zu bieten hat wie ihr geliebtes Düsseldorf.

Das Opernhaus Ein bedeutsames Thema ist das für Maria Beck, die ja eine schöne Karriere als Sängerin vorlegte. Die Landeshauptstadt sei reich beschenkt mit kulturellen Highlights auf kleinem Raum – daher könne sie sich das Opernhaus nirgendwo anders vorstellen als dort, wo es ist. Maria Beck ist sich sicher: „Jedes Investment ist es wert, diese bezaubernde Lage zu erhalten.“ Und es sei vollkommen richtig, in der Stadt das reiche, kulturelle Herz zu modernisieren, schwärmt die Stimmtrainerin. „Für mich ist es undenkbar, dass die Oper weitab in den Hafen verlegt wird, auch wenn die Baupläne faszinieren. Ich habe hier schon viele, viele wunderbare Abende verbracht“, erzählt sie mit einem glücklichen Strahlen in den Augen.

Die Rheinterrasse „In meiner Familie nannte man die Rheinwiesen auch Maiwiesen.“ Dies hier zählt für sie bei gutem Wetter zu einem Muss: „Zu gern verlege ich mein Büro im Sommer dorthin, setze mich mit Laptop, Terminkalender, Notizbuch und Mobiltelefon auf die Brüstung und arbeite dort.“ Beim Erstellen neuer Konzepte gehe ihr Blick weit über den Rhein hin zur Skyline der Stadt. Beck: „Wie viele Aufträge habe ich hier schon erledigt – es lebe die digitale Welt.“

Der Corneliusplatz Auch zu diesem Platz hat Maria Beck eine besondere Verbindung. „Wie lange haben wir Düsseldorfer darauf gewartet, dass dieser Platz wieder in seiner vollen Schönheit erblüht,“ so Beck. „Im Sommer kann man hier wunderbar relaxen und im Winter den Eisläufern auf der Eisbahn zuschauen. Ein echtes Highlight mitten in der Stadt. Die grüne Achse von der Königsallee bis in den Hofgarten ist endlich wieder ein prägender Teil unseres Stadtbildes “

Die Kunstsammlung Das K20 habe es ihr als Kunstliebhaberin besonders angetan. Diese Kulturstätte sei für sie immer der erste Anlaufpunkt, wenn sie ihre Gedanken total fokussieren müsse. „Die Düsseldorfer Art Card ist eine tolle Sache – sie macht es mir möglich, im schönsten Sinne einfach mal eben in ein Museum wie das K20 zu gehen, mich vor einem der fantastischen Bilder auf den Boden zu setzen und es auf mich wirken zu lassen.“ Die Klarheit so mancher Kunstwerke inspiriere sie extrem – Bilder mit schlichter Struktur und Schönheit. „Ich bin sehr dankbar, dass mich als Bewohnerin der Carlstadt fußläufig eine so große Vielfalt an Kunst und Kultur umgibt. Ich nutze jeden Freiraum, die unterschiedlichsten Museen zu besuchen.“

Susanne Mendack

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